Die interne Abteilung „Technology“ hat die Aufgabe, den Einsatz geeigneter technischer Lösungen für die bestehenden BLG-Standorte zu bewerten. Ziel ist es, durch den Einsatz von Technologien, die sowohl wirtschaftlich tragfähig als auch prozessual sinnvoll sind, den Automatisierungs- und Digitalisierungsgrad der Standorte weiter auszubauen und die logistischen Abläufe für unsere Kunden einfacher und effizienter zu gestalten. Zu diesem Zweck beobachten die Technologieexpertinnen und ‑experten kontinuierlich aktuelle Marktangebote sowie absehbare technologische Entwicklungen und Trends, unter anderem in den Bereichen Robotik, autonomes Fahren und Künstliche Intelligenz. Zusätzlich zu Technologieprojekten für bestehende Kunden und Standorte lag ein wesentlicher Fokus auf der technischen Konzeption und Planung von Neukundengeschäften.
Parallel zu den operativen Vorhaben engagiert sich BLG LOGISTICS weiterhin in Forschungs- und Entwicklungsprojekten gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie, um neuartige und besonders anspruchsvolle Konzepte zu entwickeln. Im Geschäftsjahr 2025 wurden in der Abteilung „Technology“ insgesamt drei dieser Projekte bearbeitet.
Das Projekt „Mobility2Grid“ wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und läuft seit dem 1. März 2022. Im Verbund mit vielen weiteren Partnern aus Forschung und Wirtschaft werden bis zum 28. Februar 2027 effiziente und vernetzte Systeme für die klimaneutrale Stadt entwickelt. BLG LOGISTICS entwickelt in diesem Zusammenhang Konzepte für die Untersuchung großskaliger Elektrifizierungspotenziale von Lkw-Verkehren in dem eigenen Logistiknetzwerk. Neben technischen Rahmenparametern, wie beispielsweise der verfügbaren Anschlussleistung, wird in dem Projekt durch BLG LOGISTICS die logistische Leistungsfähigkeit der Konzepte mittels Simulationsstudien untersucht, um sicherzustellen, dass Lieferpläne eingehalten werden und Batteriekapazitäten der Fahrzeuge ausreichend sind. Ein wesentliches Projektziel von BLG LOGISTICS ist, die Machbarkeit der Elektrifizierung im Dauerbetrieb zu untersuchen.
Ebenfalls seit 2022 läuft das Verbundforschungsprojekt „HyBit“. Im Zentrum des Projekts steht die Forschungsfrage, wie lokale Wasserstoff-Hubs zu einem nachhaltigen und klimaneutralen Europa beitragen können. In dem Projektcluster „Mobilität und Logistik“, in dem BLG LOGISTICS schwerpunktmäßig involviert ist, werden Analyse- und Bewertungsmethodiken für verschiedene Wasserstoffeinsatzmöglichkeiten konzipiert. BLG LOGISTICS ist sowohl an der Entwicklung dieser Methodiken als auch an deren späteren praxisnahen Erprobung beteiligt. Ein weiteres Projektziel für BLG LOGISTICS ist die Identifikation möglicher Pilotanwendungen für die Verwendung von Wasserstoff sowie deren Grobkonzeption. HyBit umfasst ein Konsortium von 18 Partnern und läuft 4,5 Jahre.
Im Forschungsprojekt „RessourcenEntwicklung in Dienstleistungsarbeit – RessourcE“ werden technische Lösungen und Konzepte gesundheitsförderlicher Arbeitsgestaltung sowie diversitätsorientierte Kompetenz- und Qualifikationsentwicklung in Einfacharbeit getestet und auf Generalisierbarkeit geprüft. BLG LOGISTICS ist als Anwendungspartner vertreten und erprobt im Rahmen dessen innovative Ergonomielösungen in der Praxis. Im Berichtsjahr wurden im Logistikzentrum Bremen zwei verschiedene Rückenexoskelette in ausgewählten Prozessen getestet und implementiert. Testbegleitende Studien evaluieren die Mitarbeitendenakzeptanz sowie die Ergonomiverbesserung und untersuchen Implikationen der Einführung der Assistenztechnologien hinsichtlich prozessualer und menschenzentrierter Faktoren. Das Projekt wird vom Projektträger Karlsruhe des Karlsruher Instituts für Technologie begleitet und begann zum 1. Juli 2023 mit einer Laufzeit von fünf Jahren.
Im Jahr 2025 beteiligte sich BLG LOGISTICS somit an drei Verbundprojekten, die ein Gesamtprojektvolumen in Höhe von EUR 56,1 Mio. aufweisen.