EUROGATE

Nicht geprüft

Berichterstattung zu nichtfinanziellen Leistungsindikatoren von EUROGATE

Nachhaltigkeit bedeutet für EUROGATE vor allem, die Unternehmensgruppe zukunftsfähig auszurichten. Im Rahmen der Geschäftsaktivitäten sowie auf Basis der internen Prozesse werden die Belange ökonomische Effizienz, Umweltschutz und soziale Verantwortung gleichermaßen von EUROGATE betrachtet. Die Einhaltung von Gesetzen und internen Richtlinien bildet dabei die selbstverständliche Grundvoraussetzung für das tägliche Handeln.

Durch einen effizienten Hafenbetrieb ermöglicht EUROGATE ihren Kunden zuverlässige Warentransporte, denn die Containerterminals sind Drehscheiben des internationalen Handels. Gleichzeitig stärkt EUROGATE die lokale Wirtschaft und bietet Arbeitsplätze. Durch die Geschäftstätigkeit entstehen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt, beispielsweise durch den Ressourcenverbrauch der Gruppe.

Die wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren für EUROGATE werden durch die Themenbereiche Umwelt- (Energie und Treibhaus­gas­emissionen/CO2), Arbeitnehmerbelange (Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz), Bekämpfung von Korruption und Bestechung sowie IT-Sicherheit und Business Continuity Management bestimmt.

Umweltbelange – Energieverbrauch und Treibhausgas­emissionen (CO2)

Der Energieverbrauch ist eine wichtige Größe im Ressourcenmanagement und wirkt sich direkt auf die anfallenden Kosten und damit auf das Geschäftsergebnis aus.

Bedeutsamster nichtfinanzieller Leistungsindikator – relevanter KPI:

  • Energieverbrauch in Megawattstunden*

Der Energieverbrauch wird regelmäßig überprüft. Die folgende Tabelle zeigt den aktuellen Stand der Zielerreichung.

EUROGATE – Energieverbrauch

Ziel

 

Reduzierung des Energieverbrauchs

Status 2024

 

351.796 MWh (davon 12.248 MWh erneuerbare Energie)**

Status 2025

 

394.066 MWh (davon 11.896 MWh erneuerbare Energie)

Erläuterung

 

Aufgrund der zunehmenden Bedeutung des CO2-Fußabdruckes gilt das Ziel, erneuerbare Energien weiter auszubauen und den Energieverbrauch weiter zu reduzieren. Der gestiegene Verbrauch ist vor allem durch den gestiegenen Containerumschlag (ca. 30 Mio. kWh) und die Übernahme der Deisser-Gruppe (ca. 10 Mio. kWh***) zu begründen.
Energiereduzierende Maßnahmen wie z. B. die Investition in Hybrid Straddle Carrier zeigen weiter Wirkung, wenn der Energieverbrauch in Relation zum Containerumschlag betrachtet wird.

*

Bei der Berechnung der Kennzahl MWh werden die Verbräuche der Hauptgesellschaften (die deutschen EUROGATE-Terminalbetriebe in Bremerhaven, Hamburg und Wilhelmshaven und den an den jeweiligen Standorten ansässigen Servicegesellschaften, die EUROGATE Holding sowie die neu akquirierte Deisser-Gruppe) berücksichtigt.

**

Die im Jahresabschluss 2024 veröffentlichten Daten wurden zwischenzeitlich erneut geprüft und bereinigt, daher ergibt sich ein leicht geringerer Endenergieverbrauch.

***

Der Energiebedarf von Deisser wurde für zwölf Monate berücksichtigt.

Der Ausstoß von Treibhausgas­emissionen (CO2) wird bei EUROGATE über den Energieinput gesteuert. Die bedeutsamste Kennzahl von EUROGATE für den Bereich Emissionen sind die CO2-Emissionen in Tonnen (t CO2)*.

Bedeutsamster nichtfinanzieller Leistungsindikator – relevanter KPI:

  • Entwicklung CO2-Ausstoß in Tonnen*

Der CO2-Ausstoß wird regelmäßig überprüft. Die folgende Tabelle zeigt den aktuellen Stand der Zielerreichung.

EUROGATE – Treibhausgasemissionen

Ziele

 

EUROGATE hat sich zum Ziel gesetzt bis 2040 CO2-netto-null zu sein (bezogen auf Scope-1 und Scope-2-Emissionen). Bis 2030 sollen die CO2-Emissionen im Vergleich zu 2022 um 50% reduziert werden (bezogen auf Scope 1-und Scope 2-Emissionen).

Status 2024

 

118.060 t CO2e (Scope 1 und Scope 2)**

Status 2025

 

130.659 t CO2e (Scope 1 und Scope 2); davon sind 3.441 t CO2e auf die Deisser Gruppe zurückzuführen

Erläuterung

 

Die Entwicklung der CO2 Emission im Vergleich zum Vorjahr folgt der Entwicklung des Energieverbrauchs (s.o.). In der relativen Betrachtung kg CO2e pro Container Seeseite ohne Berücksichtigung des Effektes durch den Zukauf der Deisser Gruppe***) sind die CO2-Emissionen im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

*

Bei der Berechnung der Kennzahl t CO2 werden die Verbräuche der Hauptgesellschaften (die deutschen EUROGATE-Terminalbetriebe in Bremerhaven, Hamburg und Wilhelmshaven und der an den jeweiligen Standorten ansässigen Servicegesellschaften, sowie die EUROGATE Holding) berücksichtigt.

**

Die Ermittlung der CO2-Emissionen wurde mit der Überprüfung der Energiedaten ebenfalls überprüft. Im Ergebnis führt die Überprüfung zu leicht gesunkenen CO2e-Emissionen im Vergleich zur Vorjahresberichterstattung. In der Berechnung sind nach wie vor CO2-Emissionsfaktoren inkl. Vorkettenemissionen zugrunde gelegt. Erneuerbarer Strom aus Wind und PV wurde als CO2-neutral bewertet.

***

Der CO2-Ausstoß von Deisser wurde für zwölf Monate berücksichtigt.

Arbeitnehmerbelange – Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Der Schutz aller eigenen und fremden Mitarbeitenden vor tätigkeitsbedingten Verletzungen oder Erkrankungen sowie der Erhalt ihrer Gesundheit ist von großer Bedeutung. Der maßgebliche Teil der Leistungserbringung erfolgt mit schwerem Gerät auf den Terminals (im Wesentlichen durch den Einsatz von Straddle Carriern und Containerbrücken) und unterliegt Witterungseinflüssen. Aufgrund der körperlichen Arbeit und des Einsatzes eines Großteils der Mitarbeitenden im Dreischichtsystem ist die Förderung und der Schutz ihrer Gesundheit besonders wichtig.

Das Management des Arbeitsschutzes obliegt gemeinsam mit dem Gesundheitsschutz der Verantwortung der Einzelgesellschaften und ihrem jeweiligen Geschäftsführer.

Bedeutsame nichtfinanzielle Leistungsindikatoren – relevante KPIs:

  • Anzahl der meldepflichtigen Arbeits- und Wegeunfälle*

  • Anzahl der tödlichen Arbeits- und Wegeunfälle

Die Anzahl der Unfälle als Indikator der Arbeitssicherheit wird regelmäßig überprüft. Die folgende Tabelle zeigt den aktuellen Stand der Zielerreichung.

EUROGATE – Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Ziel

 

Die Zahl der Arbeitsunfälle zu minimieren sowie unfallbedingte Todesfälle zu verhindern

Status 2024

 

Arbeitsunfälle: 306
Unfallbedingte Todesfälle: 0

Status 2025

 

Arbeitsunfälle: 303
Unfallbedingte Todesfälle: 1

Erläuterung

 

Das Ziel im Bereich der Arbeitsunfälle wurde erreicht. Trotz eines deutlich gestiegenen Umschlags ist die Anzahl der Arbeitsunfälle zurückgegangen. Im Berichtsjahr ist jedoch ein tödlicher Arbeitsunfall zu verzeichnen.

*

In Deutschland gelten Unfälle als meldepflichtig, wenn eine Person durch einen Unfall getötet oder so verletzt wird, dass sie mehr als drei Tage arbeitsunfähig ist. In der EUROGATE-Kennzahl werden neben den Unfällen der eigenen Mitarbeitenden auch die der Leiharbeitnehmenden berücksichtigt. Unfälle von externen Auftragnehmern werden nicht erfasst.

Bekämpfung von Korruption und Bestechung

Der langfristige Erfolg eines Unternehmens setzt regeltreues, faires und verlässliches Handeln voraus. Unter dem Oberbegriff „Compliance“ wird im EUROGATE-Konzern die Einhaltung der gesetzlichen Normen sowie der unternehmensinternen Richtlinien und das Hinwirken auf deren Beachtung durch die EUROGATE-Konzerngesellschaften verstanden. Hierzu zählen die relevanten Richtlinien und Grundsätze zur Vermeidung von Bestechung und korruptem Verhalten.

Die fachliche Zuständigkeit für das Compliance-Management-System liegt bei der Rechtsabteilung der EUROGATE Holding bzw. dem Compliance Officer. Die Verantwortung für die Einhaltung der Antikorruptionsrichtlinie tragen die Gruppengeschäftsführung bzw. die Geschäftsführungen der jeweiligen EUROGATE-Konzerngesellschaft.

Bedeutsamer nichtfinanzieller Leistungsindikator – relevanter KPI:

  • Anzahl der bestätigten Korruptionsfälle

Die Anzahl der Korruptionsfälle dient als Indikator der Bekämpfung von Korruption und Bestechung und wird regelmäßig überprüft. Die folgende Tabelle zeigt den Stand der Zielerreichung.

EUROGATE – Bekämpfung von Korruption und Bestechung

Ziel

 

Keine Korruptionsfälle

Status 2024

 

Keine

Status 2025

 

Keine

Erläuterung

 

Das Ziel wurde erreicht. Im Berichtsjahr gab es keinen bestätigten Korruptionsfall.

IT-Sicherheit und Business Continuity Management

Sichere und zuverlässige IT-gestützte Prozesse sind die Voraussetzung, damit ein Containerterminal wirtschaftlich leistungsfähig sein kann. Dies ist nicht nur aus unternehmerischer Sicht erforderlich, sondern auch von volkswirtschaftlicher Bedeutung. Als Knotenpunkte der nationalen und internationalen Transportketten leisten die Containerhäfen ihren Beitrag dazu, dass Wirtschaft und Handel reibungslos funktionieren können. Eine leistungsfähige IT-Sicherheit schützt die Prozesse im Containerterminal und folglich das Gesamthafensystem. Das Business Continuity Management (BCM) gewährleistet die Kontinuität und zeitnahe Wiederherstellung kritischer Geschäftsaktivitäten im Falle schwerwiegender Störfälle, einschließlich Szenarien, die für den Betrieb kritischer Infrastrukturen relevant sind.

Die seit Jahren wachsende Durchdringung der Geschäftsprozesse mit IT-basierten Lösungen sowie die wachsende Integration der EUROGATE-Systeme mit denen anderer an der Logistikkette Beteiligter erfordern eine sichere IT-Infrastruktur. Cyberbedrohungen nehmen ständig zu und verändern sich anhaltend. IT-Sicherheit ist somit elementar, um die Geschäftsprozesse der Gesellschaften der EUROGATE-Gruppe zu ermöglichen und zu sichern.

Das ISMS (Informationssicherheitsmanagementsystem) umfasst alle deutschen EUROGATE-Standorte mit Ausnahme des von EUROGATE gemeinsam mit APMT betriebenen Gemeinschaftsunternehmens North Sea Terminal Bremerhaven GmbH & Co. (NTB), das separat gesteuert wird. Das ISMS folgt den rechtlichen Vorgaben der jeweils aktuellen europäischen und deutschen Gesetzgebung (BSIG, ITSiG, NIS2-Umsetzungsgesetz). Um diesen gerecht zu werden, wird das ISMS nach der ISO 27001 organisiert und orientiert sich im Bereich von Maschinen und Anlagen zusätzlich an der Norm IEC 62443.

Das BCM ist eng auf das Unternehmensrisikomanagement, die IT-Notfall- und Disaster-Recovery-Planung sowie das Facility-Management abgestimmt, unterscheidet sich jedoch deutlich von präventiven Managementsystemen wie dem Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS). Der Schwerpunkt des BCM liegt auf der Aufrechterhaltung wesentlicher Dienste, zeitnahen Wiederherstellung kritischer Geschäftsaktivitäten und der Begrenzung der Auswirkungen im Falle schwerwiegender Störfälle, einschließlich Szenarien, die für den Betrieb kritischer Infrastrukturen relevant sind. Das BCM wird ab 2026 in einer eigenen Management-Funktion innerhalb der EUROGATE-IT für Gesamt-EUROGATE geführt und verantwortet. Die Besetzung einer entsprechenden Stelle wurde im Jahr 2025 erfolgreich abgeschlossen.

Bedeutsamste nichtfinanzielle Leistungsindikatoren – relevante KPIs:

  • System-Störungen/-Unverfügbarkeit aus Security-Incidents

  • Datenabfluss/-manipulation

Für das Geschäftsjahr 2025 gibt es keine Fälle von Datenabflüssen oder nennenswerten System-Störungen, die auf Security-Incidents zurückzuführen sind.

Betriebskontinuitäts­management (BKM)
BKM (engl. business continuity management (BCM)) bezeichnet die Entwicklung von Strategien, Plänen und Handlungen, um Tätigkeiten oder Prozesse – deren Unterbrechung einer Organisation ernsthafte Schäden oder vernichtende Verluste zufügen würden – zu schützen bzw. alternative Abläufe zu ermöglichen. Das Ziel ist somit die Sicherstellung des Fortbestands des Unternehmens im Angesicht von Risiken mit hohem Schadensausmaß.
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Compliance
Gesamtheit der Maßnahmen zur Sicherstellung der Einhaltung sämtlicher für ein Unternehmen relevanter gesetzlicher Pflichten, Vorschriften und Richtlinien sowie der Corporate Governance. Durch Compliance soll außerdem eine Übereinstimmung von unternehmerischem Handeln und gesellschaftlichen Wertvorstellungen erreicht werden.
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Information Security Management System (ISMS)
Ein Information Security Management System (ISMS) legt Strukturen und Prozesse fest, mit denen sich die Informationssicherheit im Unternehmen sicherstellen, steuern, kontrollieren und kontinuierlich verbessern lässt.
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