Nachhaltiges Handeln bedeutet für uns, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, soziales Engagement und ökologische Verantwortung miteinander in Einklang zu bringen. Durch die integrierte Betrachtung der drei Dimensionen UMWELT, SOZIAL und GOVERNANCE entwickeln wir ein ganzheitliches Verständnis von Chancen, Risiken und Wechselwirkungen und haben in diesen Säulen acht Handlungsfelder definiert. Für jedes Handlungsfeld gelten klare Zielsetzungen; wir treiben notwendige Veränderungen voran und leisten aktiv unseren Beitrag zum Fortschritt.
Die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen bilden eine zusätzliche Orientierungsebene für eine globale, nachhaltige Entwicklung. Wir tragen zu ihrer Verwirklichung bei und konzentrieren unser Engagement auf zehn ausgewählte SDGs, die in besonderem Maße mit unserem Geschäft verbunden sind. Zusätzlich orientieren wir uns an anerkannten externen Initiativen und Rahmenwerken: So haben wir 2022 den UN Global Compact unterzeichnet und verpflichten uns, seine zehn Prinzipien in unsere Strategie, Unternehmenskultur und den täglichen Geschäftsbetrieb zu integrieren.
Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil unserer Unternehmensstrategie und durchdringt sämtliche Prozesse, Bereiche und Zuständigkeiten. Wir verfolgen ein kontinuierliches Verbesserungsprinzip und messen regelmäßig den Fortschritt gegenüber unseren Zielen. Die gewonnenen Erkenntnisse werten wir systematisch aus und bleiben zugleich offen für externe Impulse und branchenrelevante Entwicklungen. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre bestätigen die Wirksamkeit unserer Strategie. Dieser Erfolg – zusammen mit den gestiegenen Anforderungen von Kundinnen und Kunden, Mitarbeitenden und Gesetzgebern – bestärkten uns darin, den eingeschlagenen Kurs konsequent fortzuführen.
Unsere Handlungsfelder
Werte, Richtlinien und Managementsysteme
Unsere Unternehmenswerte „integer“, „zielstrebig“, „dynamisch“, „leidenschaftlich“ und „miteinander“ bilden das Fundament unserer Unternehmenskultur und dienen als Leitlinien für unser Nachhaltigkeitsmanagement. Unser Richtlinienkatalog bündelt die rechtlichen und ethischen Standards, zu deren Einhaltung wir uns verpflichten. Er bietet Mitarbeitenden Orientierung im Arbeitsalltag und macht gegenüber Partnern und Lieferanten transparent, welche Anforderungen wir an Zusammenarbeit und Geschäftsbeziehungen stellen. Ergänzend gewährleistet unser Compliance‑System die Beachtung aller relevanten Gesetze und grundlegenden Prinzipien; weiterführende Details finden sich im Kapitel G1-Unternehmensführung.
Unsere Nachhaltigkeitsstrategie wird durch etablierte, größtenteils zertifizierte Managementsysteme gestützt, darunter Qualitätsmanagement, Umweltmanagement, Energiemanagement sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz. Ergänzend haben wir ein Managementsystem für Compliance implementiert. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Systemen sind in den entsprechenden Kapiteln dieses Berichts dargestellt.
Rankings und Auszeichnungen
Die BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG ist Beiratsmitglied der Non‑for‑profit‑Initiative Lean & Green. Bereits 2015 wurden wir mit dem Lean & Green Award ausgezeichnet; 2021 erhielten wir den 1st Star. Aufgrund konsequenter CO2‑Reduktionen wurde uns 2025 der Lean & Green 2nd Star verliehen. Zur objektiven Bewertung unserer Nachhaltigkeitsleistung unterziehen wir uns regelmäßigen externen Prüfungen. Dazu zählte im Berichtsjahr erneut die Beantwortung des EcoVadis-Fragebogens. In der Bewertung konnten wir uns im Vergleich zum Vorjahr sowohl in der Gesamtpunktzahl als auch im Prozentrang verbessern und haben erneut eine Bronze-Medaille erhalten (Link zur Anerkennungsseite: recognition.ecovadis.com/rRMjCAnplESRQ9u1a1DVSQ). Im Berichtsjahr haben wir außerdem zum fünften Mal unsere Emissionsdaten an das Carbon Disclosure Project (CDP) übermittelt und erreichten im Bereich Klima ein „C“-Rating.
Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette (SBM-1)
Inhalte zur Unternehmensstrategie, unserem Geschäftsmodell und unserer Wertschöpfungskette finden sich im Kapitel Grundlagen der Gruppe.
Interessen und Ansichten der Stakeholder (SBM-2)
Wir richten unser Nachhaltigkeitsmanagement und unsere Zielsetzungen an den Interessen und Anliegen unserer Stakeholder aus. Dazu zählen alle Personen und Gruppen, die heute oder künftig direkt oder indirekt von unserer Geschäftstätigkeit betroffen sind. Mit vielen Stakeholdern stehen wir in regelmäßigem Austausch. Besondere Priorität haben dabei die Belange unserer Kund:innen. Mit ihnen kommunizieren wir eng und partnerschaftlich – besonders dann, wenn wir sie unmittelbar aus unseren Niederlassungen unterstützen oder auf ihrem Werksgelände tätig sind. Bei der Entwicklung neuer Logistikstandorte oder in gemeinsamen Großprojekten intensiviert sich diese Zusammenarbeit noch weiter, sodass wir fokussiertes und wertvolles Feedback erhalten.
Gleichrangig wichtig sind die Erwartungen unserer Mitarbeitenden. Ihre Perspektiven fließen maßgeblich in unsere Entscheidungen ein. Die in der Tabelle beschriebenen Dialogformate sowie persönliche Gespräche unter Kolleg:innen und mit Führungskräften spielen dabei eine zentrale Rolle. Im Bereich Nachhaltigkeit führen wir bei BLG LOGISTICS jährlich eine Befragung zur Mitarbeitendenmobilität durch. Die Verminderung der durch Letztere entstehenden Emissionen ist Teil unserer Klimaschutzstrategie.
In kontinuierlichem Austausch stehen wir mit der Stadt Bremen, unserem größten Shareholder. Wir stellen Informationen bereit, beteiligen uns an gemeinsamen Austauschformaten und unterstützen die Bremer Klimaschutzziele durch unser eigenes Engagement sowie unsere ambitionierten Klimaziele.
Stakeholdergruppe |
|
Dialogform |
|
Frequenz |
|---|---|---|---|---|
Mitarbeitende |
|
Mitarbeitenden-App |
|
Regelmäßig |
|
Mitarbeitenden-Zeitschrift |
|
Regelmäßig |
|
|
Betriebliches Vorschlagwesen |
|
Regelmäßig |
|
|
Mitarbeitenden-/Feedbackgespräche |
|
Regelmäßig |
|
|
Führungskräftebewertung |
|
Jährlich |
|
|
Social Media & Homepage |
|
Fortlaufend |
|
|
Ausbildungsmessen & Schulveranstaltungen |
|
Regelmäßig |
|
|
Betriebsversammlung |
|
4x im Jahr |
|
Sozialpartner |
|
Treffen und Arbeitsausschüsse |
|
Regelmäßig |
|
Betriebsversammlung |
|
4x im Jahr |
|
Aufsichtsrat |
|
Aufsichtsratsitzungen |
|
4-5x im Jahr |
Eigentümer/Shareholder |
|
Hauptversammlung |
|
Jährlich |
|
Publikation Geschäftsbericht & Nachhaltigkeitsbericht |
|
Jährlich |
|
|
Aufsichtsratsitzungen |
|
4-5x im Jahr |
|
Kunden |
|
Regelmäßige Treffen mit Bestandskunden |
|
Wöch. bis mind. jährlich |
|
Direktkontakt durch den Vertrieb |
|
Bedarfsbezogen |
|
|
Messeauftritte & Kongressbeiträge |
|
Regelmäßig |
|
|
Mitgliedschaften, Austausch in Arbeitskreisen & Netzwerken der Verbände, Initiativen, Vereinigungen |
|
Regelmäßig |
|
|
Nachhaltigkeitsfragebögen & Rankings (CDP, EcoVadis, SAQ) |
|
Jährlich, zusätzlich bedarfsbezogen |
|
Fremdkapitalgeber/Banken |
|
Aufsichtsratsitzungen |
|
4-5x im Jahr |
|
Bankengespräche mit jeder Bank |
|
1-2x im Jahr |
|
|
Bankentag |
|
Jährlich |
|
Verbände |
|
Infoveranstaltungen |
|
Bedarfsbezogen |
|
Arbeits- und Lenkungskreise |
|
Regelmäßig |
|
|
Sitzungen |
|
Regelmäßig |
|
|
Mitgliederversammlungen |
|
Regelmäßig |
|
Vertreter:innen aus Wissenschaft/Forschung & Lehre |
|
Kooperation/Teilnahme an Forschungsprojekten |
|
Bedarfsbezogen |
|
Praktika |
|
Bedarfsbezogen |
|
|
Kongresse |
|
Bedarfsbezogen |
Mitgliedschaften
Unsere Beteiligung am Runden Tisch Überseehafen, organisiert von bremenports und unter der Leitung der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, unterstreicht unser Engagement. Als Mitglied der Lenkungsgruppe verfolgen wir das Ziel, gemeinsam mit den beteiligten Unternehmen eine dauerhaft resiliente Energieversorgung des Überseehafens Bremerhaven zu sichern und gleichzeitig einen CO2-neutralen Hafenstandort zu realisieren. Weitere relevante Stakeholder erreichen wir über maßgeschneiderte Formate – siehe obige Tabelle. Zusätzlich ist es vorteilhaft, dass in unserem Aufsichtsrat mit Vertreter:innen aus Wirtschaft, Banken, Belegschaft, Gewerkschaften und öffentlicher Hand nahezu alle wichtigen Stakeholder vertreten sind.
Wir sind überzeugt, dass die Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft nur gemeinsam gelingt. Deshalb kooperieren wir in Verbänden und Fachgremien mit Partnern, Institutionen und auch Wettbewerbern, um aktuelle Herausforderungen systematisch anzugehen. Seit dem Berichtsjahr ist unser Vorstandsvorsitzender Matthias Magnor Präsidiumsmitglied des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS). Der ZDS fungiert als zentrale Schnittstelle zwischen Hafenwirtschaft und Politik. Seit 2025 ist Matthias Magnor zudem Schatzmeister des Deutschen Verkehrsforums (DVF) und Vorstandsmitglied der Bundesvereinigung Logistik (BVL). Darüber hinaus engagieren wir uns im BVL-Themenkreis „Nachhaltig gestalten“ sowie im Lenkungskreis der Taskforce „Nachhaltiger Schwerlastverkehr“ der Deutschen Energie-Agentur (dena). Die Plattform verfolgt die Ziele, Emissionen im Schwerlastverkehr zu reduzieren, die Energiewende zu unterstützen und zugleich langfristige Planungs- und Investitionssicherheit zu fördern. Im Berichtsjahr wurden verschiedene Publikationen zur Dekarbonisierung des schweren Lastverkehrs in Deutschland veröffentlicht, darunter ein Dossier zu Herausforderungen und Lösungsansätzen beim Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Lkw sowie ein Factsheet zu Chancen und Risiken von HVO100 im Schwerlastverkehr. Als langjähriges Mitglied der Association of European Vehicle Logistics (ECG) vertreten wir die Interessen der Fertigfahrzeuglogistiker in Europa. Die ECG und insbesondere ihr Weiterbildungsprogramm ECG Academy sind wichtige Plattformen für den fachlichen Austausch in der Branche.
Wichtige Mitgliedschaften in Verbänden, Vereinigungen und Initiativen
AKJ Arbeitskreis Just-in-Time
Association of European Vehicle Logistics (ECG)
BHV-Bremische Hafen- und Logistikvertretung e.V.
Bundesvereinigung Logistik (BVL)
Charta der Vielfalt
Deutsches Verkehrsforum (DVF), Berlin
DSLV Bundesverband Spedition und Logistik, Berlin
FEPORT Federation of European Private Port Companies and Terminals, Brüssel
Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL)
Lean & Green
Mobility2Grid
-
Partnerschaft Umwelt Unternehmen (PUU)
-
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, Essen
-
Taskforce „Nachhaltiger Schwerlastverkehr“ der Deutschen Energie-Agentur (dena)
-
Trägergemeinschaft Bremer Diversity Preis
-
UN Global Compact Netzwerk Deutschland
-
Unternehmensverband Bremische Häfen, Bremen
-
Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Berlin
-
Wirtschaftsverband Weser, Bremen
-
Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS), Hamburg
Wechselwirkung zwischen materiellen Auswirkungen, Risiken und Chancen mit Strategie und Geschäftsmodell sowie finanziellen Effekten (SBM-3)
Die in der Wesentlichkeitsanalyse identifizierten wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs) resultieren unmittelbar aus unserem Geschäftsmodell als Logistikdienstleister. Insbesondere klimabezogene Risiken, regulatorische Entwicklungen sowie Anforderungen unserer Kunden an emissionsarme Transport- und Logistiklösungen beeinflussen die strategische Weiterentwicklung unseres Leistungsportfolios und werden als langfristig geschäftsrelevant bewertet.
Die identifizierten wesentlichen Themen werden bei der strategischen Planung berücksichtigt und fließen in Investitionsentscheidungen ein. Nachhaltigkeitsbezogene Risiken sind in die bestehenden Unternehmenssteuerungs- und Risikomanagementprozesse integriert und werden regelmäßig überprüft. Eine systematische Verknüpfung mit der strategischen Planung erfolgt insbesondere über das quartalsweise Reporting zu Nachhaltigkeitskennzahlen sowie über die Einbindung des Vorstands in die Steuerung der definierten Zielsetzungen.
Detaillierte Informationen zu unserem Risikomanagement finden sich im Kapitel Chancen- und Risikobericht.
Prozess zur Identifizierung und Bewertung wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen sowie zu berichtende Informationen (IRO-1)
Die Wesentlichkeitsanalyse von BLG LOGISTICS beruht auf dem Prinzip der doppelten Wesentlichkeit und berücksichtigt die Perspektiven Impact Materiality (Inside-Out) und Financial Materiality (Outside-In). Bei der Impact Materiality wurde untersucht, welche positiven und negativen Auswirkungen unsere Geschäftstätigkeiten auf Mensch und Umwelt haben. Bei der Financial Materiality wurde betrachtet, welche Nachhaltigkeitsrisiken und ‑chancen sich wiederum für BLG LOGISTICS als Unternehmen ergeben. Ein Thema gilt als wesentlich, wenn es in mindestens einer der beiden Perspektiven als solches bewertet wurde.
Perspektiven der doppelten Wesentlichkeitsanalyse
Der Prozess der Wesentlichkeitsanalyse gliedert sich in die drei aufeinanderfolgenden Schritte Long-List, Mid-List und Short-List. Im ersten Schritt wurde eine umfassende Long-List potenziell wesentlicher Nachhaltigkeitsthemen unter Berücksichtigung einschlägiger Standards erstellt. Durch einen ersten, begründeten Ausschluss einzelner Themen durch das Nachhaltigkeitsteam wurde die Long-List zur Mid-List verdichtet. Im anschließenden Schritt wurden potenzielle und tatsächliche Auswirkungen, Risiken und Chancen (Englisch impacts, risks and opportunities, kurz: IROs) entlang der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette identifiziert und bewertet. Die Identifizierung erfolgte in Einzelworkshops des Nachhaltigkeitsteams gemeinsam mit den zuständigen Fachabteilungen und wurde durch ergänzende Desk Research gestützt. Durch die enge Einbindung der Fachbereiche wurde sichergestellt, dass neben der fachlichen Expertise auch die Perspektiven relevanter Stakeholder – darunter Mitarbeitende, Lieferanten, Kunden, Aktionäre, Finanzmarktakteure und Behörden – angemessen berücksichtigt wurden.
Prozessablauf unserer doppelten Wesentlichkeitsanalyse
Die Bewertung der IROs erfolgte anhand einer Skala, die sich an der Bewertungslogik des Risikomanagements orientiert. Auswirkungen wurden nach Ausmaß, Umfang, Unabänderlichkeit (bei negativen Auswirkungen) sowie – im Fall potenzieller Auswirkungen – Eintrittswahrscheinlichkeit beurteilt. Ausmaß, Umfang und Unabänderlichkeit bestimmen dabei gemeinsam den Schweregrad einer Auswirkung. Bei potenziellen negativen Auswirkungen auf Menschenrechte hat der Schweregrad Vorrang vor der Eintrittswahrscheinlichkeit. Risiken und Chancen wurden anhand von Ausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Die Bewertung der Auswirkungen, Risiken und Chancen wurde durch das Nachhaltigkeitsteam und bei Bedarf durch Vertreter:innen weiterer Fachabteilungen sowie unter Einbindung des Risikomanagementteams vorgenommen.
Auf Grundlage definierter Schwellenwerte wurde anschließend bestimmt, welche IROs als wesentlich einzustufen sind. Daraus wurde die Short-List der wesentlichen IROs beziehungsweise der zugehörigen wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen abgeleitet. Das Ergebnis der doppelten Wesentlichkeitsanalyse wurde vom Sustainability Board validiert und dem Gesamtvorstand vorgestellt. Identifizierte Nachhaltigkeitsrisiken und ‑chancen wurden zur weiteren Bearbeitung an das Gruppen-Risikomanagement übermittelt.
|
|
ESRS-Thema |
|
Unterthema |
|---|---|---|---|---|
UMWELT |
|
E1-Klimawandel |
|
Anpassung an den Klimawandel |
|
E5-Ressourcennutzung & Kreislaufwirtschaft |
|
Abfälle |
|
SOZIAL |
|
S1-Arbeitskräfte des Unternehmens |
|
Arbeitsbedingungen (sichere Beschäftigung, angemessene Entlohnung, Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben) |
|
S2-Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette |
|
Arbeitsbedingungen |
|
GOVERNANCE |
|
G1-Unternehmensführung |
|
Unternehmenskultur, inkl. Antikorruption & Antibestechung, Schutz von Hinweisgebern |
Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen sowie Angabepflichten, die in der Nachhaltigkeitserklärung enthalten sind (IRO-2)
Folgende Tabelle gibt zu den relevanten Nachhaltigkeitsthemen eine Übersicht über die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen von BLG LOGISTICS, inklusive der Verortung in unserer eigenen Geschäftstätigkeit oder in unserer vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette.
Thema |
|
IRO |
|
Beschreibung |
|
Wertschöpfungskette |
||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
E1 – Klimawandel |
||||||||||||||
Anpassung an den Klimawandel |
|
|
Die Auswirkungen des Klimawandels (z. B. Extremwetterereignisse) können zu Betriebsunterbrechungen führen und stellen eine akute Gefahr für die Assets und Geschäftsprozesse dar. |
|
||||||||||
|
|
Bauliche und prozessuale Anpassungen an den Klimawandel können die Betriebssicherheit erhöhen, zu Mehreinnahmen und Kundengewinnung verhelfen. |
|
|||||||||||
Klimaschutz |
|
|
Die aktive Klimaschutzstrategie zahlt mit konkreten Reduktionsmaßnahmen auf eine Dekarbonisierung und die Erreichung des 1,5 °C Ziels des Pariser Klimaschutzabkommens ein. |
|
||||||||||
|
|
Durch den Betrieb von Gebäuden und durch Transportprozesse werden THG-Emissionen ausgestoßen. |
|
|||||||||||
|
|
Regulatorische Anforderungen in Bezug auf THG-Emissionen im Straßengüterverkehr führen zu steigenden Kosten für die Nutzung fossiler Energieträger. |
|
|||||||||||
|
|
Durch eine konsequente Klimaschutzstrategie mit Fokus auf die absolute Reduktion von THG-Emissionen positionieren wir uns als zuverlässiger Partner für unsere Kunden und sichern unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit. |
|
|||||||||||
Energie |
|
|
Durch die Steigerung der Energieeffizienz, eine regenerative Strom- und Wärmeversorgung, die Umstellung auf alternative Kraftstoffe und Antriebe sowie durch die Sensibilisierung der Mitarbeitenden wird ein Beitrag zur Energiewende geleistet. |
|
||||||||||
|
|
Fossile Energieträger werden insbesondere für den Kraftstoffbedarf im Schwerlasttransport sowie für die Wärmeversorgung unserer Standorte eingesetzt. |
|
|||||||||||
E5 – Ressourcennutzung & Kreislaufwirtschaft |
||||||||||||||
Abfälle |
|
|
Durch gezielte Abfalltrennung und die Wiederverwendung von Ladungsträgern können wir die Recyclingquote steigern und Ressourcen schonen. |
|
||||||||||
|
|
Im Rahmen unserer Leistungen – darunter besonders Kommissionierung, Umlagerung und technische Bearbeitung – fallen nichtgefährliche sowie zu einem geringeren Anteil gefährliche Abfälle an. |
|
|||||||||||
S1 – Arbeitskräfte des Unternehmens |
||||||||||||||
Arbeitsbedingungen (sichere Beschäftigung) |
|
|
Durch langfristige Beschäftigungsverhältnisse und eine verlässliche Arbeitgeberrolle wird den Mitarbeitenden Arbeitsplatzsicherheit geboten. |
|
||||||||||
|
|
Der demografische Wandel erhöht das Risiko eines Mangels an geeigneten Arbeitskräften. Offene Stellen können dadurch nicht zeit- oder qualifikationsgerecht besetzt werden, was zu Produktivitätseinbußen bis zur Beeinträchtigung der Geschäftstätigkeit führen kann. |
|
|||||||||||
Arbeitsbedingungen (angemessene Entlohnung) |
|
|
Eine Vergütung auf Basis von Tarifverträgen gewährleistet eine verlässliche, transparente und angemessene Entlohnung oberhalb gesetzlicher Mindeststandards. |
|
||||||||||
Arbeitsbedingungen (Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben) |
|
|
Flexible Arbeitsmodelle erweitern den Bewerberkreis, erleichtern die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte – auch aus ortsfernen Regionen – und unterstützen die Besetzung kritischer Funktionen. |
|
||||||||||
Sozialer Dialog, Vereinigungsfreiheit, Betriebsräte, Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmer und Tarifverhandlungen |
|
|
Die Existenz und Förderung von Betriebsräten unterstützt eine strukturierte Interessenvertretung der Mitarbeitenden. |
|
||||||||||
|
|
Tarifverhandlungen können bei fehlender Einigung zu Arbeitsniederlegungen und daraus resultierenden Ausfällen führen. |
|
|||||||||||
Gesundheitsschutz & Sicherheit |
|
|
Logistische Tätigkeiten sind teilweise körperlich anspruchsvoll und mit erhöhten Arbeitssicherheitsrisiken verbunden – insbesondere durch den Einsatz von Maschinen, mechanisches und menschliches Versagen oder äußere Einflüsse. |
|
||||||||||
|
|
Eine Überbelastung der Organisation kann zu Produktivitätsverlusten, Fehlern, erhöhtem Unfallrisiko sowie krankheitsbedingten Ausfällen und daraus resultierenden Kosten führen. |
|
|||||||||||
Weiterbildung & Kompetenzentwicklung |
|
|
Fortbildungsangebote stärken die fachliche und persönliche Kompetenz der Mitarbeitenden. |
|
||||||||||
|
|
Ein breites Ausbildungsangebot ermöglicht Nachwuchskräften einen qualifizierten Einstieg ins Berufsleben. |
|
|||||||||||
|
|
Verpflichtende Beiträge zum Ausbildungsunterstützungsfonds im Land Bremen führen zu zusätzlichen finanziellen Belastungen. |
|
|||||||||||
|
|
Ausbildungsangebote und Übernahmen nach Abschluss fördern die Gewinnung und langfristige Bindung qualifizierter Fach- und Nachwuchskräfte. |
|
|||||||||||
Vielfalt & Gleichbehandlung |
|
|
Unterschreitet der Anteil von Menschen mit Behinderungen (oder Gleichgestellten) 5 Prozent, entstehen gesetzlich vorgesehene Ausgleichszahlungen. |
|
||||||||||
|
|
Divers zusammengesetzte Teams können unterschiedliche Perspektiven in Entscheidungsprozesse einbringen und die Qualität von Entscheidungen verbessern. Zudem wird der Pool an qualifizierten Arbeitskräften erhöht. |
|
|||||||||||
S2 – Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette |
||||||||||||||
Arbeitsbedingungen |
|
|
Tätigkeiten entlang der Logistiklieferkette sind mitunter körperlich anspruchsvoll und können mit erhöhten Risiken für die Arbeitssicherheit sowie mit Belastungen etwa im Hinblick auf Arbeitszeiten und Arbeitsorganisation verbunden sein – insbesondere bei Werkvertragsnehmenden und Lkw-Fahrenden. |
|
||||||||||
G1 – Unternehmensführung |
||||||||||||||
Unternehmenskultur, inkl. Antikorruption & Antibestechung, Schutz von Hinweisgebern |
|
|
Ein starkes Compliance-Management-System trägt zu einem sicheren Arbeitsumfeld bei – hinsichtlich Antidiskriminierung, Gesundheitsschutz, Umwelt- und Klimaschutz sowie mit Blick auf fairen Wettbewerb. |
|
||||||||||
|
|
Verstöße gegen geltendes Recht können dem Unternehmen empfindlich und langfristig schaden. |
|
|||||||||||
|
|
Ein gelebtes Hinweisgebersystem ermöglicht es, unternehmensinterne Missstände aufzudecken und zu beheben. |
|
|||||||||||
|
||||||||||||||
Da wir in dem Berichtsjahr zum ersten Mal eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse gemäß ESRS veröffentlichen, gibt es keine Veränderungen in Bezug auf die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Vergleich zum Vorjahr. Zukünftig überprüfen und aktualisieren wir unsere doppelte Wesentlichkeitsanalyse regelmäßig.
Eine Übersicht der Angabepflichten, die in der nichtfinanziellen Erklärung enthalten sind, sowie eine Liste der Datenpunkte, die sich aus anderen EU-Rechtsvorschriften ergeben, befinden sich im Kapitel Weitere Inhalte.