E1-Klimawandel

Nicht geprüft

Bis 2030 senken wir unsere eigenen CO2e-Emissionen ebenso wie die entlang der Lieferkette deutlich. Unser verschärftes Klimaziel, das ab 2025 gilt, unterstreicht diesen Anspruch. Wir arbeiten kontinuierlich daran, Energie noch effizienter zu nutzen, und produzieren und beziehen unseren Strom aus erneuerbaren Quellen.

Strategische Verankerung des Klimaschutzes (E1-1)

Die Notwendigkeit für konsequenten Klimaschutz bleibt unverändert hoch, auch wenn sie zuletzt in der öffentlichen Debatte teils von akuten wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen überlagert wurde. Obwohl Letztere sich auch auf BLG LOGISTICS auswirken, sehen wir uns weiterhin in der Verantwortung, zur Dekarbonisierung der Logistikbranche und der globalen Lieferketten beizutragen.

Ein Schwerpunkt unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist daher die wirksame Reduktion und das damit verbundene Management unserer Emissionen – sowohl der eigenen als auch jener in der Lieferkette. Als Grundlage dient unser Klimaschutzziel, das durch die unabhängige Science Based Targets initiative (SBTi) validiert wurde. Im Jahr 2025 wurde dieses Ziel nochmals verschärft, um aktiv zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 °C beizutragen. Die Validierung der erneuerten Zielsetzung durch die SBTi war zum Veröffentlichungszeitpunkt dieses Berichts noch nicht abgeschlossen. Zur Umsetzung unseres Klimaziels verfolgen wir einen klar strukturierten Dekarbonisierungsplan mit fünf strategischen Handlungsfeldern.

Das Klimaziel auf einen Blick

BLG LOGISTICS hat eine Klimazielsetzung im Einklang mit dem 1,5 °C-Ziel des Pariser Klimaabkommens (Basis 2018).

Das Klimaziel auf einen Blick (Grafik)

Sowohl Zielsetzung als auch Dekarbonisierungsplan sind in enger Abstimmung mit Vorstand und Geschäftsführung entwickelt worden und ein integraler Bestandteil der konzernweiten Unternehmensstrategie. Unsere Roadmap zur Dekarbonisierung zählt zu den strategischen Initiativen, die die Ausrichtung unseres Unternehmens für die kommenden Jahre maßgeblich prägen. Sie leistet nicht nur einen Beitrag zur Erreichung der konzernweiten Klimaziele, sondern stärkt auch unsere Wettbewerbsfähigkeit und Positionierung als verantwortungsbewusstes, zukunftsorientiertes Unternehmen. Durch regelmäßige Evaluierungen und Berichte stellen wir die Fortschrittskontrolle und die bedarfsweise Anpassung der Dekarbonisierungsstrategie an neue Entwicklungen sowie regulatorische Anforderungen sicher.

Diese Gesamtheit unserer Zielsetzungen und Maßnahmen nennen wir unsere „Mission Klima“. Unsere absolute Emissionsreduktion hat zugleich positiven Einfluss auf die Klimabilanz unserer Kunden, die unsere Emissionen als Scope-3-Emissionen verbuchen. Auf Wunsch berechnen wir diese kundenspezifisch und sind offen für gemeinsame Dekarbonisierungsprojekte.

Klimavulnerabilitätsanalyse (E1-2, E1-3)

Im Berichtsjahr haben wir die unternehmensweite Durchführung einer standardisierten Klimavulnerabilitätsanalyse begonnen. Dabei bewerten wir die Eintrittswahrscheinlichkeit und die potenziellen Auswirkungen verschiedener Klimagefahren auf unsere Geschäftsaktivitäten. Die Analyse erfolgt nach anerkannten Standards und berücksichtigt sowohl akute als auch chronische Risiken. Die Bewertung erfolgt auf Basis unterschiedlicher Zeithorizonte (kurz-, mittel- und langfristig) sowie unter Anwendung eines 1,5°C-kompatiblen Niedrigemissionsszenarios und eines Hochemissionsszenarios (RCP8.5).

Die Durchführung der Analyse an den einzelnen Standorten werden wir in den kommenden Monaten weiter forcieren. Zusätzlich analysieren wir die Vulnerabilität unserer Geschäftstätigkeiten inklusive der zugehörigen Lieferketten gegenüber Klimaänderungen und bewerten die transitorischen Übergangsereignisse.

Die Ergebnisse werden in das konzernweite Chancen- und Risikomanagement integriert und fließen in die Weiterentwicklung unserer Klimastrategie und die Ableitung konkreter Maßnahmen ein. Die Verantwortung für die Durchführung und Bewertung liegt in der Fachabteilung Nachhaltigkeit in enger Zusammenarbeit mit relevanten internen Stakeholdern, insbesondere dem Business Continuity Management (BCM). Die Erkenntnisse aus der Analyse finden zudem Eingang in die Evaluation unserer IROs und werden im Rahmen des jährlichen Nachhaltigkeitsberichts transparent gemacht.

Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen

Eine Übersicht über die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen befindet sich im Kapitel Allgemeine Informationen unter Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen sowie Angabepflichten, die in der Nachhaltigkeitserklärung enthalten sind (IRO-2).

Richtlinien in Bezug auf Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel (E1-4)

Die Umwelt- und Energiepolitik der BLG LOGISTICS GROUP bildet den formalen Rahmen für die Steuerung klimabezogener Auswirkungen, physischer und transitorischer Risiken sowie klimabezogener Chancen und gilt für alle vollkonsolidierten Gesellschaften des Unternehmens. Sie definiert die Grundsätze, Verantwortlichkeiten und Steuerungsmechanismen im Zusammenhang mit Klimaschutz und Energieeffizienz.

Sie umfasst die Verpflichtung zum Schutz der Umwelt und zur Vermeidung von Umweltbelastungen, die systematische Erfassung und kontinuierliche Reduktion von Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen sowie die Steigerung der Energieeffizienz. Umwelt- und Energieaspekte werden bei der Beschaffung berücksichtigt. Die Einhaltung gesetzlicher, normativer und kundenspezifischer Anforderungen ist sichergestellt. Für die Umsetzung werden die notwendigen Ressourcen bereitgestellt und eine transparente, KPI-basierte Berichterstattung gewährleistet. Lieferanten sind über den Supplier Code of Conduct eingebunden. Die Verantwortung liegt beim Vorstand und allen Führungskräften, die Erstellung und Aktualisierung erfolgt durch den Zentralbereich Nachhaltigkeit. Informationen sind über die BLG-Webseite, die zentrale Dokumentenplattform und die Mitarbeitenden-App verfügbar.

Ergänzend zu der o. g. Richtlinie verfügt die BLG LOGISTICS GROUP über ein zertifiziertes Umwelt- und Energiemanagement nach der ISO 14001 und ISO 50001. Damit erfüllen wir nicht nur rechtliche Anforderungen, sondern auch solche unserer Kunden. Derzeit sind 27 Standorte im Geschäftsbereich CONTRACT sowie 19 Standorte im Geschäftsbereich AUTOMOBILE nach der ISO 50001 zertifiziert. Bereits seit 2014 ist zudem unser Umweltmanagementsystem an allen deutschen Autoterminals und Transportstützpunkten des Geschäftsbereichs AUTOMOBILE sowie inzwischen auch an 13 CONTRACT-Standorten nach ISO 14001 zertifiziert.

Maßnahmen und Ressourcen im Zusammenhang mit Klimaschutz (E1-5)

Konkrete Maßnahmen und der gezielte Einsatz von Ressourcen sind entscheidend für die Erreichung unserer Klimaziele. Jede umgesetzte Maßnahme – von der effizienten Nutzung erneuerbarer Energien über innovative Technologien, bis hin zur Sensibilisierung unserer Mitarbeitenden – trägt dazu bei, Treibhausgasemissionen zu reduzieren.

Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung und das Monitoring von Maßnahmen schaffen wir die Grundlage für eine widerstandsfähige, verantwortungsvolle und zukunftsorientierte Unternehmensentwicklung. Hier geben wir Einblick in die Aktivitäten innerhalb unserer fünf Dekarbonsierungshebel.

Hebel: Regenerative Stromversorgung

An unseren Standorten beziehen wir systematisch Strom aus erneuerbaren Energien – sowohl durch unternehmenseigene Anlagen als auch über externe Beschaffungsmodelle. Insgesamt vier Anlagen an drei Standorten versorgen uns aktuell mit vor Ort erzeugtem regenerativem Strom, die größte davon mit einer installierten Leistung von rund 9 MWp. Der Ausbau läuft weiter – unter anderem entsteht in Kelheim eine PV-Anlage mit einer Leistung von 20 MWp auf Carportkonstruktionen, die zusätzlich Fahrzeuge vor Witterung schützen.

Da eine vollständige Eigenversorgung durch lokale PV-Anlagen auch künftig nicht realistisch ist, setzen wir auf verschiedene Beschaffungsarten. Neben der Produktion von grünem Strom an unseren Standorten, den wir direkt vor Ort nutzen, schließen wir zusätzlich Direktstromverträge mit Produzenten erneuerbarer Energien außerhalb unserer Standorte ab, sogenannte Off-Site Power Purchase Agreements (PPA). Den verbleibenden Bedarf decken wir über hochwertige, ungekoppelte Herkunftsnachweise – bevorzugt aus Anlagen, die jünger als sechs Jahre sind. Im Berichtsjahr erhielten wir die Nachweise überwiegend aus einem neu errichteten On-shore Windpark bei Fehmarn in Deutschland. Nähere Informationen zur Zusammensetzung des Grünstroms im Berichtsjahr findet sich im Bereich Kennzahlen und Ziele.

Hebel: Regenerative Wärmeversorgung

Neben Kraftstoffen und Strom ist der Wärmebedarf eine wesentliche Stellschraube zur Reduktion von Emissionen. Derzeit wird erforderliche Raum- und Prozesswärme überwiegend durch Erdgas bereitgestellt. Zwei unserer Standorte haben im Berichtsjahr die örtliche Nah- und Fernwärme bezogen. Unser Logistikstandort C3 in Bremen wird seit 2024 mit unserer ersten Luft-Luft-Wärmepumpe mit Wärme versorgt. Es handelt sich um ein bivalentes System, bei dem die Spitzenlast über Gasdunkelstrahler abgedeckt wird. Gegenüber einem monovalenten System werden deutlich höhere Jahresarbeitszahlen erreicht – die Anlage arbeitet somit besonders effizient. Im Berichtsjahr 2025 erzeugte die Wärmepumpe rund 1.000 MWh Wärme, wodurch sich der Erdgasbedarf am Standort um etwa 43 Prozent reduzierte. Besonders die Kombination aus Wärmepumpe und PV-Anlage stellt eine zukunftsfähige, emissionsarme Möglichkeit zur Beheizung der Immobilie dar. Durch den zeitgleichen Einkauf von Ökostrom wurden die standortbezogenen Emissionen um 215 t CO2e verringert.

Hebel: Alternative Antriebe und Kraftstoffe

Innerhalb unserer Dekarbonisierungsstrategie hat das Thema alternative Antriebe und Kraftstoffe einen hohen Stellenwert – mit besonderem Fokus auf die Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs. Als Logistikdienstleister mit umfassender operativer Erfahrung ist es unser Ziel, innovative Antriebskonzepte systematisch in unseren Fuhrpark zu integrieren. Aus Praxistests mit elektrisch betriebenen Lkw liegen uns bereits erste Erkenntnisse vor.

An ersten Standorten planen wir derzeit Ladeinfrastruktur für E-Lkw. Geplant ist dabei die Kopplung mit der örtlichen Stromerzeugung durch eine Photovoltaikanlage. So streben wir ein ökologisch sinnvolles und zugleich wirtschaftlich tragfähiges Betriebsmodell an, indem ein Teil des für den Betrieb der E-Lkw benötigten Stroms direkt vor Ort aus erneuerbaren Quellen erzeugt wird. Der Start des operativen Einsatzes der E-Lkw ist für Sommer 2027 geplant.

Bis emissionsfreie Antriebe flächendeckend verfügbar sind, betrachten wir den regenerativen Kraftstoff HVO als Brückentechnologie, die ohne Umrüstung unseres Fuhrparks genutzt werden kann. Im Berichtsjahr haben wir insgesamt rund 60.000 Liter HVO für unsere Transportleistungen eingesetzt und so im Vergleich zu herkömmlichem Diesel etwa 174 t CO2e eingespart. HVO kann übergangsweise einen deutlichen Beitrag zur Erreichung unserer Klimaziele leisten und gleichzeitig die Emissionen für unsere Kunden reduzieren. Eine Herausforderung bei der Nutzung von HVO bestehen in der Anrechenbarkeit der Emissionsminderungen für die Verlader. Wir bieten in Zusammenarbeit mit einem Dienstleister die Book-&-Claim-Methode an, mit der sich die durch HVO erzielten Emissionseinsparungen sendungs- und kundenspezifisch nachweisen und berichten lassen.

Hebel: Steigerung der Energieeffizienz

Ein sauber gesteuertes Energiemanagement ermöglicht ökologische und ökonomische Effekte gleichermaßen und ist damit entscheidend für den Erfolg unserer Klimaschutzambitionen. Wir setzen es in erster Linie ein, um Energie intelligent zu nutzen und darüber vor allem unsere Effizienz zu steigern. Im Einklang damit steht auch unsere Umwelt- und Energiepolitik, mit der wir uns unter anderem verpflichten, unseren Energieverbrauch sowie unsere Treibhausgasemissionen kontinuierlich zu senken: www.blg-logistics.com/nachhaltigkeit.

Wir erfassen und analysieren regelmäßig unsere Verbrauchsdaten, identifizieren Einsparpotenziale und investieren gezielt in energieeffiziente Technologien. Unser konzernweites, nach ISO 50001 zertifiziertes Energiemanagementsystem unterstützt uns dabei, weitere Optimierungen kontinuierlich voranzutreiben. Die benötigten Informationen sammeln unsere Energiebeauftragten durch die dezentrale standortbezogene Aufnahme, Validierung und Auswertung der Energiedaten. Ausgenommen sind lediglich Standorte, deren Energiebedarf wir nicht selbst steuern können. Die Zentralbereichsabteilung Nachhaltigkeit führt die Verbräuche aller vollkonsolidierten Gesellschaften zusammen und erstellt daraus die jährliche Energie- und CO2-Bilanz. Als Teil unseres ESG-Reportings erfassen und berichten wir unsere energie- und treibhausgasbezogenen Kennzahlen zudem quartalsweise. Zur weiteren Verbesserung von Transparenz und Datenqualität nutzen wir das Energiemanagementtool EnEffCo, das eine detailliertere und weitgehend automatisierte Erfassung und Auswertung unserer Energieverbräuche ermöglicht und so die gezielte Identifikation von Einsparpotenzialen unterstützt.

Darüber hinaus wurde für Energieeinsparmaßnahmen ein Verfahren entwickelt, das im Rahmen der Kapitalwertberechnung unternehmensweit einheitliche Energiepreisszenarien zur Anwendung bringt. So schaffen wir eine fundiertere Grundlage für Investitionsentscheidungen und Planungen im Kontext unseres Dekarbonisierungsplans. Energiemaßnahmen werden dabei konsequent den definierten Dekarbonisierungshebeln zugeordnet und entsprechend intern wie extern berichtet.

2025 haben wir zahlreiche Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz erfolgreich fortgeführt und abgeschlossen, darunter Maßnahmen zur Umrüstung unserer Immobilien und Betriebsflächen auf energieeffiziente LED-Beleuchtung sowie zur Optimierung der Beleuchtungssteuerung durch Bewegungs- und Dämmerungssensoren. Das Beispiel unseres Logistikzentrums C3 Bremen verdeutlicht die Wirkung einer Kombination von beidem: Dort konnte der Energiebedarf für die Beleuchtung der Immobilie im Berichtsjahr um 81 Prozent gegenüber einer konventionellen LED-Hallenbeleuchtung gesenkt werden. Insgesamt führen die im Berichtsjahr umgesetzten Beleuchtungsmaßnahmen zu einer jährlichen Energieeinsparung von rund 136 MWh.

Auch im Transportbereich leisten Effizienzmaßnahmen einen wichtigen Beitrag. Unsere Gesellschaft BLG AutoTransport bietet Autotransporte für Neu- und Gebrauchtfahrzeuge an und unterhielt im Berichtsjahr in Deutschland eine eigene Flotte von 200 Lkw, die zu 100 Prozent der EURO-6-Norm entspricht. 2025 wurden 32 effiziente Neufahrzeuge angeschafft. Die kontinuierliche Verjüngung der Flotte trägt ebenso wie eine intelligente Tourenplanung zur stetigen Reduktion des absoluten Kraftstoffverbrauchs bei, wodurch wir mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 28,6 l/100 km unseren Vorjahreswert (29,3) erneut unterbieten konnten.

Hebel: Mitarbeitendensensibilisierung

Die wiederholte Information und Einbindung unserer Mitarbeitenden zu Themen der Energieeffizienz ist fester Bestandteil unseres Energiemanagements. Wir nutzen dafür unterschiedliche Formate — von Schulungen bis hin zu Beiträgen auf unseren digitalen Kanälen. Beispielsweise informieren wir über die Mitarbeitenden-App regelmäßig über Fortschritte, etwa beim Ausbau der Ladeinfrastruktur für Mitarbeitenden-Pkw. Ein E-Learning-Modul zum Umwelt- und Energiemanagement schärft das Bewusstsein der Arbeitnehmer:innen. Rund 1.600 von ihnen haben die Online-Schulung bereits erfolgreich absolviert. So stellen wir sicher, dass unsere Umwelt- und Energiepolitik sowie die damit verbundenen Zielsetzungen unternehmensweit bekannt sind.

Mit den Energiebeauftragten an unseren Standorten pflegen wir einen regelmäßigen Austausch zu Energiemanagement und ‑effizienz. Dabei werden unter anderem Informationen zu rechtlichen Neuerungen oder Einsparpotenzialen vermittelt. Umgekehrt können die Energiebeauftragten relevante Themen und Fragen ansprechen. Im Berichtsjahr haben sich Energiebeauftragte aus ganz Deutschland erneut für zwei Tage im Rahmen unseres TechnikTreffens an einem unserer Standorte ausgetauscht. Dabei ging es insbesondere um die Identifikation, Bewertung und Dokumentation von Energiesparmaßnahmen.

Im Bereich der Mitarbeitendenmobilität bildet die regelmäßig im dritten Quartal stattfindende Mobilitätsumfrage eine zentrale Grundlage – sowohl für die Scope-3-Bilanzierung als auch zur Erhebung von Wünschen und Anforderungen unserer Mitarbeitenden. Ein zentraler Aspekt ist dabei die Bereitstellung von Ladeinfrastruktur an unseren deutschen Standorten. Im Berichtsjahr konnten wir neun weitere Ladepunkte an fünf Standorten in Betrieb nehmen. An allen Standorten ist die Infrastruktur auf die Installation zusätzlicher Ladepunkte ausgelegt. Insgesamt sind zum Ende des Berichtsjahres 59 Ladepunkte an 12 Standorten für die private Mitarbeitendenmobilität in Betrieb genommen worden.

Die Fahrverhaltensbewertung der Fahrer:innen leistet in Kombination mit Trainings zu kraftstoffsparender Fahrweise einen Beitrag zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs unserer AutoTransport‑Lkw-Flotte.

Kennzahlen und Ziele

Klimaziele (E1-6)

E1-Klimawandel – Klimaziele

Handlungsfeld

 

Zielhorizont & Zielsetzung

 

Status 2025
(Status 2024)

 

 

Klimaschutz
Wir reduzieren die CO2-Emissionen innerhalb und außerhalb des Unternehmens. Dabei orientieren wir uns eng am Pariser Klimabkommen.

 

2030 (Basisjahr: 2018)
50,4% absolute Reduktion in Scope 1 & 2
30% absolute Reduktion in Scope 3

 


-45,3% (-17,3%)
-19,5% (-24,0%)

 


Energiemanagement
Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere Energieeffizienz ebenso wie den Anteil erneuerbarer Energien zu steigern. Für Letzteres setzen wir auf den Einkauf von Grünstrom und auf die verstärkte Eigenproduktion über Photovoltaik.

 

Jährlich
100% Grünstrom

 


100% (3,6%)

 


 Steht noch aus      In Arbeit      Auf Kurs      Ziel erreicht

Die Zielsetzungen basieren auf einer absoluten Reduktion der Treibhausgasemissionen gegenüber dem Basisjahr und gelten unabhängig vom Unternehmenswachstum. Das Basisjahr 2018 wurde gewählt, da es das erste Jahr mit vollständiger Datengrundlage – insbesondere für Scope-3-Emissionen – darstellt. Die Fortschritte zur Zielerreichung werden im Rahmen unseres unternehmensweiten CO2-Monitorings regelmäßig überprüft und jährlich berichtet.

Energieverbrauch und Energiemix (E1-7)

Gegenüber dem Vorjahr haben wir unseren Gesamtenergieverbrauch erneut deutlich senken können – um rund 3,4 Prozent auf 182 GWh. Dieser Rückgang spiegelt sich insbesondere in einem reduzierten Kraftstoffbedarf wider. Neben Effizienzmaßnahmen wirkten sich auch geschäfts- und witterungsbedingte Umstände außerhalb unseres direkten Einflusses aus.

Absoluter Energieverbrauch aufgeschlüsselt nach Energieträgern

 

 

Einheit

 

2025

 

2024

 

2023

Energie aus Kohle und Kohleerzeugnissen

 

MWh

 

-

 

-

 

-

Energie aus Rohöl und Erdölerzeugnissen

 

MWh

 

85.545

 

91.970

 

99.742

Energie aus Erdgas

 

MWh

 

55.302

 

53.052

 

60.018

Energie aus sonstigen fossilen Quellen

 

MWh

 

1.698

 

2.578

 

1.594

Energie aus erworbener oder erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kälte aus fossilen Quellen

 

MWh

 

665

 

39.283

 

42.564

Gesamter fossiler Energieverbrauch

 

MWh

 

143.210

 

186.883

 

203.918

Anteil fossiler Energieträger am Gesamtenergieverbrauch

 

%

 

78,72

 

99,19

 

99,81

Energie aus nuklearen Quellen

 

MWh

 

-

 

-

 

-

Anteil nuklearer Energieträger am Gesamtenergieverbrauch

 

%

 

-

 

-

 

-

Kraftstoffverbrauch aus erneuerbaren Quellen

 

MWh

 

599

 

77

 

-

Energie aus erworbener oder erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kälte aus erneuerbaren Quellen

 

MWh

 

36.631

 

-

 

-

Verbrauch selbst erzeugter erneuerbarer Energie exkl. Brennstoffe

 

MWh

 

1.491

 

1.452

 

392

Gesamter erneuerbarer Energieverbrauch

 

MWh

 

38.721

 

1.529

 

392

Anteil erneuerbarer Quellen am Gesamtenergieverbrauch

 

%

 

21,28

 

0,81

 

0,19

Gesamtenergieverbrauch

 

MWh

 

181.931

 

188.412

 

204.310

Der deutliche Anstieg des Anteils erneuerbarer Energieträger ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass im Berichtsjahr erstmals 100 Prozent unseres Strombedarfs aus erneuerbaren Quellen bezogen wurden. Damit wurde das gesetzte Ziel einer vollständigen Umstellung auf Ökostrom erreicht. Aus PV-Anlagen wurden 2025 rund 1.500 MWh Strom erzeugt und direkt an unseren Standorten genutzt.

Zusammensetzung Strombeschaffung 2025 aufgeschlüsselt nach Erzeugungsarten

Zusammensetzung Strombeschaffung 2025 aufgeschlüsselt nach Erzeugungsarten

Prozentualer Anteil am Energieverbrauch 2025 aufgeschlüsselt nach Energieträgern

Prozentualer Anteil am Energieverbrauch 2025 aufgeschlüsselt nach Energieträgern (Kreisdiagramm)

THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen (E1-8)

Unsere Treibhausgasbilanz orientiert sich am Greenhouse-Gas-Protocol (GHG-Protocol). Wir unterscheiden zwischen Scope 1 (direkte Emissionen aus der Verbrennung von Erdgas, Heizöl und Kraftstoffen), Scope 2 (indirekte Emissionen aus der Produktion von Strom und Fernwärme) und Scope 3 (weitere indirekte Emissionen). Die Bilanzierung erfolgt in CO2-Äquivalenten (CO2e), die neben Kohlenstoffdioxid weitere klimarelevante Gase berücksichtigen (Details im Glossar). Für die Berechnung der Emissionen aus Kraftstoffen nutzen wir Well-to-Wheel-Emissionsfaktoren aus dem „Global Logistics Emissions Council“ (GLEC), die Emissionen von der Bereitstellung der Energieträger bis zur Nutzung berücksichtigen und den Anteil an Biodiesel beziehungsweise Ethanol einberechnen. Weitere energiebezogene Emissionen werden auf Basis anerkannter Emissionsfaktoren aus dem „Globalen Emissions-Modell integrierter Systeme“ (GEMIS) des Internationalen Instituts für Nachhaltigkeitsanalysen und ‑strategien (IINAS), des Umweltbundesamtes sowie des britischen Ministeriums für Umwelt, Ernährung und ländliche Angelegenheiten (DEFRA) berechnet. Aktualisierungen der zugrunde liegenden Faktoren werden regelmäßig – auch rückwirkend – übernommen. Die verwendeten Emissionsfaktoren für Strom (market-based) gelten standortbezogen in Abhängigkeit vom jeweiligen Energieversorgungsunternehmen. Für einzelne Standorte insbesondere unserer ausländischen Gesellschaften liegen zum Teil keine Informationen zur Stromkennzeichnung des Energieversorgers vor, sodass der entsprechende Ländermix vom GEMIS angenommen wurde. Seit 2025 decken wir unsere gesamte eingekaufte Strommenge über Grünstrom-Herkunftsnachweise ab, die aus den jeweiligen Systemen und Registern der entsprechenden Regionen stammen: Das Herkunftsnachweisregister des Umweltbundesamt (HKNR) für Deutschland, Guarantees of Origin (GoOs) für Polen, International Renewable Energy Certificates (I-RECs) für Südafrika und Renewable Energy Certificates (RECs) für die USA. Vorkettenemissionen werden technologiebasiert berücksichtigt.

Der Umfang unserer CO2-Bilanzierung

Die Treibhausgasbilanz von BLG LOGISTICS erfolgt gemäß Greenhouse-Gas-Protocol und umfasst Emissionskategorien im Scope 1, 2 und 3.

Der Umfang unserer CO2-Bilanzierung

Bei der Identifikation relevanter Scope-3-Emissionsquellen orientieren wir uns an den 15 Kategorien des GHG-Protocol und berücksichtigen die für uns wesentlichen:

  • Eingekaufte Waren und Dienstleistungen (3.1) sowie Kapitalgüter (3.2): Anfallende Emissionen aus dieser Kategorie werden nach der Spend-based-Methode berechnet. Hierbei ordnen wir das gesamte Einkaufsvolumen definierten Warengruppen zu und verrechnen es mit den passenden Emissionsfaktoren von Exiobase.

  • Brennstoff- und energiebezogene Aktivitäten (3.3): In Bezug auf die Vorketten der Primärenergieträger erfassen wir die Emissionen aus Herstellung und Transport der von uns genutzten Energie und berücksichtigen anteilige Emissionen aus Netzverlusten. Grundlage sind Energieverbrauchsdaten aus unserem Energiemanagement, die mit entsprechenden Emissionsfaktoren verrechnet werden.

  • Vorgelagerter Transport und Distribution (3.4): Hierunter fallen Transportdienstleistungen Dritter per Lkw, Bahn und Schiff. Um die Emissionen durch den Lkw-Transport zu berechnen, nutzen wir teilweise bereits eine nach internationalen Standards zur Treibhausgasbilanzierung akkreditierte Software. Sie verbindet – wo umsetzbar – Transportauftragsdaten mit Telematikdaten nicht nur unserer eigenen Lkw, sondern auch der ausgewählter Subdienstleister, so dass die Berechnung der Emissionen möglichst auf Primärdaten basiert. Emissionen aus Transportleistungen per Bahn und Schiff werden aktivitätsbasiert berechnet.

  • Abfall im Betrieb (3.5): Die Berechnung erfolgt auf Basis der im Rahmen des Abfallmanagements erhobenen jährlichen Abfallmengen nach Fraktionen unter Anwendung von Emissionsfaktoren aus dem DEFRA.

  • Geschäftsreisen (3.6) und Pendeln der Mitarbeitenden (3.7): Erfasst werden Emissionen aus dem täglichen Pendelverkehr unserer Beschäftigten, Dienstfahrten mit Privat- und Dienstfahrzeugen sowie Mietwagen und aus Flugreisen. Die Grundlage für die Pendelverkehre bildet unsere jährliche Umfrage zur Mitarbeitendenmobilität, die auch 2025 durchgeführt wurde. Emissionsfaktoren für Kraftstoffe stammen aus dem GLEC Framework, die von Transportkilometern unterschiedlicher Verkehrsträger aus dem DEFRA und vom Umweltbundesamt.

  • Investitionen (3.15): In dieser Kategorie bilanzieren wir anteilig die Emissionen unseres Joint Ventures EUROGATE sowie weiterer Beteiligungen. Erstere machen dabei mit etwa 91 Prozent den absoluten Großteil aus. Die Beteiligungen melden uns entweder eigenständig ihre ermittelten CO2-Emissionen oder ihre im Berichtsjahr angefallenen Energieverbräuche. Ist Letzteres der Fall, erfolgt die CO2-Bilanzierung analog zur Bilanzierung unserer Scope-1-2-Emissionen.

Innerhalb des Scope 3 entfallen rund zwei Drittel der Emissionen auf den Einkauf von Waren, Dienstleistungen und Kapitalgütern sowie auf die Aktivitäten unserer Sub-Transportunternehmen.

Prozentualer Anteil der Scope-3-Emissionen 2025 aufgeschlüsselt nach betrachteten Kategorien

Die folgende Tabelle zeigt neben der aktuellen CO2-Bilanz auch das Basisjahr 2018, aufgeteilt nach den berichteten Scopes. Kennzahlen, die als Zielgröße fungieren, sind fett markiert und werden durch den entsprechenden Zielwert ergänzt. Nicht inkludiert in der Bilanz sind biogene Emissionen aus dem Einsatz von Biokraftstoffen, welche sich 2025 auf rund 1.454 t CO2 beliefen. Ebenfalls nicht einbezogen sind aufgrund des geringen Umfangs flüchtige Treibhausgasemissionen, insbesondere aus dem Betrieb von Klimaanlagen. Diese betrugen 2025 rund 80 t CO2e. Sie werden dennoch weiterhin jährlich erhoben und offengelegt.

Absolute Treibhausgasemissionen aufgeschlüsselt nach den Kategorien des GHG-Protocols

 

 

2018
(Basisjahr)

 

2025
(Berichtsjahr)

 

 

 

 

 

2030
(Zieljahr)

 

 

Emissionen
[t CO
2e]

 

Emissionen
[t CO
2e]

 

Reduktion-Ist
[%]

 

Reduktion-Soll
[%]

 

Reduktionsziel
[%]

Scope 1

 

45.196

 

33.130

 

-26,70

 

 

 

 

Scope 2 (market-based)

 

15.548

 

81

 

-99,48

 

 

 

 

Scope 2 (location-based)

 

23.042

 

16.020

 

-30,48

 

 

 

 

Scope 1-2 (location-based)

 

68.238

 

49.150

 

-27,97

 

 

 

 

Scope 1-2 (market-based)

 

60.744

 

33.211

 

-45,33

 

-29,40

 

-50,40

Scope 3-Summe

 

214.893

 

172.932

 

-19,53

 

-17,50

 

-30,00

Scope 3.1: Eingekaufte Waren- und Dienstleistungen

 

32.210

 

51.635

 

60,31

 

 

 

 

Scope 3.2: Kapitalgüter

 

25.127

 

23.464

 

-6,62

 

 

 

 

Scope 3.3: Brennstoff- und energiebezogene Aktivitäten

 

15.551

 

10.129

 

-34,87

 

 

 

 

Scope 3.4: Vorgelagerter Transport und Distribution

 

92.021

 

46.326

 

-49,66

 

 

 

 

Scope 3.5: Abfallaufkommen in Betrieben

 

367

 

82

 

-77,61

 

 

 

 

Scope 3.6: Geschäftsreisen

 

2.253

 

1.444

 

-35,94

 

 

 

 

Scope 3.7: Pendeln der Mitarbeitenden

 

14.922

 

10.786

 

-27,72

 

 

 

 

Scope 3.15: Investitionen

 

32.442

 

29.066

 

-10,41

 

 

 

 

Scope 1-3 (market-based)

 

275.637

 

206.143

 

-25,21

 

 

 

 

Scope 1-3 (location-based)

 

283.131

 

222.082

 

-22,27

 

 

 

 

Um das Ziel im Scope 1+2 zu erreichen, ist es nötig, unseren CO2-Ausstoß gegenüber 2018 um jährlich 4,2 Prozent zu reduzieren. Insgesamt konnten wir unseren Treibhausgasausstoß 2025 gegenüber 2018 bereits um 45,3 Prozent reduzieren und damit die für das Berichtsjahr vorgesehene Zwischenzielmarke von minus 29,4 Prozent deutlich übertreffen. Insbesondere die vollständige Umstellung unseres Strombezugs auf erneuerbare Quellen hat 2025 zu einer deutlichen Reduktion der Emissionen geführt.

Absolute Treibhausgasemissionen (Scope 1+2) von 2018 bis 2025 und Zielsetzung bis 2030 (t CO2e)

Absolute Treibhausgasemissionen (Scope 1 + 2) (Säulendiagramm)

Für die Scope-3-Emissionen verfolgen wir bis 2030 eine absolute Reduktion um 30 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2018. 2025 konnten wir eine Reduktion unserer Scope-3-Emissionen gegenüber dem Basisjahr von 19,5 Prozent nachweisen und damit die Zwischenzielmarke von minus 17,5 Prozent übertreffen. Der 2025 festgestellte Anstieg in den Scope-3-Emissionen liegt insbesondere in der Umsetzung von Projekten mit einem erhöhten Einkaufs- und Investitionsvolumen begründet.

Absolute Treibhausgasemissionen (Scope 3) von 2018 bis 2025 und Zielsetzung bis 2030 (t CO2e)

Absolute Treibhausgasemissionen (Scope 3) (Säulendiagramm)

Über alle Scopes hinweg haben wir 2025 206.143 t CO2e verursacht. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Reduktion um 3,5 Prozent. Sowohl bei unseren Scope-1-und -2-Emissionen als auch bei denen des Scope 3 konnten wir im Berichtsjahr unser jährlich gesetztes Ziel erneut übertreffen.

Zertifikate und finanzierte Klimaschutzprojekte (E1-9)

Wir verfolgen unsere Klimaziele nach dem klaren Prinzip „Vermeiden vor Reduzieren vor Kompensieren“. Treibhausgasreduktionen stehen somit im Mittelpunkt unserer Zielerreichung. Wir unterstützen ergänzend ausgewählte Klimaschutzprojekte über den Erwerb und die Stilllegung von CO2-Zertifikaten. Seit 2020 berechnen wir dazu die Emissionen unserer Dienstwagenflotte sowie unserer Flugreisen und fördern nach dem Gold-Standard zertifizierte und geprüfte Klimaschutzprojekte, die zu einer Verringerung von Treibhausgasemissionen in entsprechender Höhe führen. 2025 haben wir Zertifikate in Höhe von 1.212 t CO2e stillgelegt. Diese stammen aus einem Projekt zur Bereitstellung von Solarkochöfen in der chinesischen Provinz Henan sowie aus einem Kleinwasserkraftprojekt am Sanjoin Nala, einem Nebenfluss in Indien. Die erworbenen Zertifikate werden nicht auf unsere Emissionsreduktionsziele angerechnet, sondern ergänzen unsere Dekarbonisierungsmaßnahmen.

Betriebskontinuitäts­management (BKM)
BKM (engl. business continuity management (BCM)) bezeichnet die Entwicklung von Strategien, Plänen und Handlungen, um Tätigkeiten oder Prozesse – deren Unterbrechung einer Organisation ernsthafte Schäden oder vernichtende Verluste zufügen würden – zu schützen bzw. alternative Abläufe zu ermöglichen. Das Ziel ist somit die Sicherstellung des Fortbestands des Unternehmens im Angesicht von Risiken mit hohem Schadensausmaß.
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Biogene Emissionen
Diese Kategorie beinhaltet Emissionen, die aus dem Verbrauch alternativer Kraftstoffe entstehen. Die biogenen Emissionen werden separat ausgewiesen, da sie aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden und ihre Emissionen als Teil des natürlichen Kohlenstoffkreislaufs betrachtet werden.
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CO₂-Äquivalente (CO₂e)
Maß zur Vereinheitlichung der Treibhauswirkung unterschiedlicher Treibhausgase. Die Referenzgröße ist Kohlendioxid CO2. In der DIN 16258:2013-03 werden berücksichtigt: CO2, CH4, N2O, HFC, PFC und SF6. Diese sechs Gase werden auch im Anhang A des Kyoto-Protokolls zum Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen aufgeführt. In GEMIS werden berücksichtigt: CO2, CH4, N2O, C6F14 und C2F6.
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DEFRA
Das Department for Environment, Food and Rural Affairs (DEFRA) ist das britische Ministerium, das Umwelt- und Naturschutzpolitik, Landwirtschafts- und Lebensmittelregulierung sowie ländliche Entwicklung und Klimaschutzmaßnahmen koordiniert und umsetzt.
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Globales Emissions-Modell integrierter Systeme (GEMIS)
Lebensweg- und Stoffstromanalyse-Modell mit integrierter Datenbank für Energie-, Stoff- und Verkehrssysteme. Es wird vom Internationalen Institut für Nachhaltigkeitsanalysen und -strategien (IINAS) kostenlos zum Download angeboten und in über 30 Ländern zur Umwelt- und Kostenanalyse verwendet.
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Greenhouse-Gas-Protocol
Weltweit am weitesten verbreiteter Standard zur einheitlichen Bilanzierung von Treibhausgasemissionen und zum dazugehörigen Berichtswesen.
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Power Purchase Agreement (PPA)
Ein PPA ist ein Stromliefervertrag, der zwischen einem Stromabnehmer (Unternehmen oder Endverbraucher) und einem Stromerzeuger (hier aus Erneuerbaren Energien) abgeschlossen wird. Unterschieden wird zwischen On-site-PPA (Stromerzeugung am Ort des Verbrauchs, z.B. Aufdach-Photovoltaik) und Off-site-PPA (Stromerzeugung nicht am Ort des Verbrauchs, z.B. Offshore-Windparks).
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RCP8.5
Diese Kategorie beinhaltet Emissionen, die aus dem Verbrauch alternativer Kraftstoffe entstehen. Die biogenen Emissionen werden separat ausgewiesen, da sie aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden und ihre Emissionen als Teil des natürlichen Kohlenstoffkreislaufs betrachtet werden.
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Science Based Targets initiative (SBTi)
Zusammenschluss von führenden Umwelt- und Klimaschutzorganisationen, welche einen Rahmen definieren, dem zufolge Unternehmen die eigenen Treibhausgasemissionen auf einer wissenschaftlichen Grundlage reduzieren können. Eine Zielsetzung nach den Anforderungen der SBTi ist im Einklang mit den Forderungen des Pariser Klimaabkommens die Minderung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2°C.
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Vollkonsolidierung
Verfahren zur Berücksichtigung von Tochtergesellschaften, die mit allen Aktiva und Passiva in den Konzernabschluss einbezogen werden.
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