Unsere Arbeitskräfte sind ein zentraler Teil unseres Erfolgs. Wir bieten ihnen stabile Arbeitsplätze mit fairer Vergütung, ermöglichen vielfältige Aus- und Weiterbildungsangebote, gewährleisten ein sicheres Arbeitsumfeld und fördern ein respektvolles Miteinander sowie Chancengleichheit in allen Bereichen.
Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen
Eine Übersicht über die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen befindet sich im Kapitel Allgemeine Informationen unter Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen sowie Angabepflichten, die in der Nachhaltigkeitserklärung enthalten sind (IRO-2).
Richtlinien im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens (S1-1)
BLG LOGISTICS verfügt über diverse Richtlinien im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens. Dazu zählen unser Verhaltenskodex, unsere Grundsatzerklärung Menschenrechte, unsere Arbeits- und Gesundheitsschutzpolitik inklusive zugehöriger Leitlinien und unser Kodex für Arbeitsbeziehungen. Alle Richtlinien stehen unseren Arbeitnehmer:innen über unsere zentrale Dokumentenplattform zur Verfügung.
Richtlinie |
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Abgedeckte Themen |
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Geltungsbereich |
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Zentrale Inhalte |
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Verantwortung |
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Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Verhaltenskodex |
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Arbeitsbedingungen, Vielfalt & Gleichbehandlung, Gesundheitsschutz & Sicherheit, Integrität |
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Alle Organe und Mitarbeitenden der Gesellschaften der BLG-Unternehmensgruppe; Anwendung unter Beachtung nationaler Regelungen in Auslandsgesellschaften |
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Verbindliche Verhaltensstandards gemäß gesetzlichen Bestimmungen und internen Erwartungen für das nationale und internationale Geschäftsumfeld. Regelungen zum Arbeitsumfeld (Vielfalt, Gesundheit & Sicherheit, Nachhaltigkeit), zum Verhalten gegenüber Geschäftspartnern, Wettbewerbern und Behörden (u. a. Antikorruption, fairer Wettbewerb), zur Vermeidung von Interessenkonflikten sowie zum Schutz von Unternehmenswerten. |
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Vorstand; Implementierung durch Compliance und Führungskräfte |
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Zentrale Dokumentenplattform, Mitarbeitenden-App |
Grundsatzerklärung Menschenrechte |
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Arbeitsbedingungen, Gleichbehandlung, Arbeitschutz, angemessene Entlohnung |
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Organe und Mitarbeitende der Gesellschaften der BLG-Unternehmensgruppe |
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Verpflichtung zur Achtung international anerkannter Menschenrechts- und Umweltstandards (u. a. LkSG, UN-Leitprinzipien, ILO-Kernarbeitsnormen). Umsetzung eines gruppenweiten LkSG-Risikomanagementprozesses mit regelmäßiger Risikoanalyse im eigenen Geschäftsbereich und bei unmittelbaren Zulieferern, Präventions- und Abhilfemaßnahmen, Beschwerdemechanismus sowie Wirksamkeitskontrollen und Berichterstattung. |
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Vorstand (Gesamtverantwortung); operative Steuerung durch Zentralbereich Nachhaltigkeit |
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BLG-Webseite, zentrale Dokumentenplattform, Mitarbeitenden-App |
Arbeits- und Gesundheitsschutzpolitik inkl. Leitlinien |
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Gesundheitsschutz & Sicherheit, Prävention arbeitsbedingter Risiken |
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Vollkonsolidierte Standorte im In- und Ausland |
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Verpflichtung zur Einhaltung nationaler und lokaler gesetzlicher Mindestanforderungen sowie zur kontinuierlichen Verbesserung von Arbeits- und Gesundheitsschutz. Arbeitsschutz als Führungsaufgabe, Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen, präventiven Maßnahmen und regelmäßigen Audits; Ergänzung durch Leitlinien mit verbindlichen Handlungsgrundsätzen. |
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Vorstand; operative Umsetzung durch Zentralbereich Sicherheit & Umweltschutz sowie Führungskräfte |
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Zentrale Dokumentenplattform, Mitarbeitenden-App |
Kodex für Arbeitsbeziehungen |
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Sozialer Dialog, Mitbestimmung, Tarifbindung |
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Leitlinie für die BLG LOGISTICS GROUP |
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Anerkennung der Vereinigungsfreiheit und Förderung der Mitbestimmung. Anschluss an geltende Flächen- und Haustarifverträge, Zusammenarbeit mit tarifgebundenen Personaldienstleistern sowie Ausgestaltung der Sozialpartnerschaft im Rahmen bestehender tariflicher Strukturen. |
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Vorstand; operative Umsetzung durch Personalbereich in Abstimmung mit Arbeitnehmervertretungen |
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Zentrale Dokumentenplattform |
Richtlinie Arbeitnehmerüberlassung |
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Arbeitsbedingungen, angemessene Entlohnung, Tarifbindung |
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Gesellschaften, für die die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG in Vollmacht und im Namen handelt und an denen sie mindestens 50% der Gesellschaftsanteile hält |
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Regelungen in der Zusammenarbeit mit Verleihern von Arbeitnehmerüberlassungen. |
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Vorstand; operative Umsetzung durch Personalbereich |
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Zentrale Dokumentenplattform |
Einbindung der eigenen Arbeitskräfte und der Arbeitnehmervertreter, Meldekanäle und Abhilfemaßnahmen (S1-2)
Die Rückmeldungen unserer eigenen Arbeitskräfte sind für uns sehr wertvoll, da sie Abläufe und Tätigkeiten im Arbeitsalltag unmittelbar erleben. Daher ermutigen wir sie ausdrücklich, Anregungen und Hinweise einzubringen. BLG LOGISTICS verfügt in Deutschland über Arbeitnehmervertreter und Betriebsräte gemäß Betriebsverfassungsgesetz. Die Perspektiven unserer eigenen Arbeitskräfte fließen über regelmäßige Mitarbeitendengespräche sowie die Arbeitnehmervertretungen in die Unternehmensprozesse ein. Die Interessen von Arbeitskräften mit Behinderungen werden zusätzlich durch die Schwerbehindertenvertretung sowie Gleichstellungs- und Inklusionsbeauftragte vertreten.
Unseren Arbeitskräften stehen verschiedene Kommunikationskanäle und Ansprechpartner zur Verfügung, darunter Führungskräfte, Personalabteilung, Betriebsräte, Vertrauensleute, die betriebliche Gesundheitsförderung sowie die Sozialberatung. Seit Dezember 2024 besteht mit der BLG Integrity Line zudem ein Hinweisgebersystem, über das Bedenken auch anonym gemeldet werden können. Weitere Informationen hierzu finden sich im Kapitel G1-Unternehmensführung.
Im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse wurde eine wesentliche negative Auswirkung im Bereich Gesundheitsschutz und Sicherheit identifiziert. Zur Abhilfe bestehen unter anderem Strukturen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). Weitere Maßnahmen werden unter Gesundheitsschutz und Sicherheit (S1-3) dargestellt.
Maßnahmen und Ressourcen im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens (S1-3)
Angemessene Entlohnung
Unsere Mitarbeitenden sind entscheidend für den Erfolg unseres Unternehmens. Mit ihrer Erfahrung und Leidenschaft für die Logistik sorgen sie dafür, dass BLG LOGISTICS kontinuierlich in Bewegung bleibt. Transparente und wettbewerbsfähige Vergütung nach Tarif ist für uns ein zentrales Element fairer Arbeitsbedingungen. Entsprechend richtet sich die Vergütung nach den für Branche und Standorte geltenden Tarifverträgen, in Einzelfällen in Anlehnung daran. Auch in unseren internationalen Gesellschaften werden kollektivrechtliche Vereinbarungen angestrebt, um transparente und faire Arbeitsbedingungen sicherzustellen.
Zu den wesentlichen Maßnahmen zählt die regelmäßige Anpassung der Tarifverträge zur Sicherstellung einer angemessenen Entlohnung und guter Arbeitsbedingungen. Zudem werden konzernweite, einheitliche Vergütungsstrukturen für alle außertariflichen Mitarbeitenden weiterentwickelt. Hierzu startete im Berichtsjahr ein Grading-Projekt mit dem Ziel, Transparenz, Vergleichbarkeit und Diskriminierungsfreiheit in der Vergütungsstruktur unserer außertariflichen Mitarbeitenden sicherzustellen. Somit werden wir auch den entsprechenden europäischen Anforderungen, z. B. hinsichtlich Equal Pay, gerecht.
Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben
Uns ist es wichtig, die Bedürfnisse unserer Arbeitskräfte in jeder Lebensphase zu berücksichtigen. BLG LOGISTICS ermöglicht Teilzeitarbeit sowie flexible Arbeitszeitmodelle und – soweit betrieblich umsetzbar – mobiles Arbeiten zur besseren Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben.
Sozialer Dialog, Vereinigungsfreiheit, Betriebsräte, Mitbestimmungsrechte und Tarifverhandlungen
Mitbestimmung wird in unserem Unternehmen aktiv gelebt. Wir fördern den offenen Austausch mit unseren Arbeitskräften und schätzen einen respektvollen Umgang auf allen Ebenen. Basis der Sozialpartnerschaft sind eine engagierte Interessenvertretung durch die Betriebsräte sowie die Arbeitnehmervertretung im Aufsichtsrat. Allen Arbeitskräften steht das Recht auf Vereinigungsfreiheit und die Teilnahme in kollektiven Vertretungsgremien offen. Zu den wesentlichen Maßnahmen zählen die Unterstützung bei der Bildung von Betriebsräten, eine hohe Tarifbindung sowie ein regelmäßiger Dialog mit den Arbeitnehmervertretungen.
Im Berichtsjahr wurden nahezu alle auslaufenden Tarifverträge neu verhandelt und abgeschlossen. Der seit vielen Jahren bestehende kaufmännische Tarifvertrag für BLG und EUROGATE wurde gekündigt, um ihn an aktuelle rechtliche Anforderungen anzupassen. In diesem Rahmen wurde entschieden, die Haustarifverträge von BLG und EUROGATE künftig getrennt weiterzuentwickeln. Im Berichtsjahr wurden hierzu Verhandlungen mit ver.di aufgenommen. Dabei werden der Mantel- und der Eingruppierungstarifvertrag neu verhandelt und erstmals eine Möglichkeit zur lebensphasenorientierten Gestaltung der Arbeitszeit im Rahmen eines Vollzeitarbeitsverhältnisses tariflich verankert.
Gesundheitsschutz und Sicherheit
Unsere Arbeitnehmer:innen stehen im Mittelpunkt unseres Handelns, die Wahrung ihrer Sicherheit und Gesundheit hat für uns oberste Priorität. Der Arbeits- und Gesundheitsschutz umfasst Maßnahmen zur Vermeidung von Arbeitsunfällen sowie zur langfristigen Erhaltung der Gesundheit unserer Beschäftigten.
Die Verantwortung für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz liegt auf Vorstandsebene bei der Personalvorständin. An allen Standorten stehen betriebsärztliche Dienste durch externe, gesetzlich qualifizierte Anbieter zur Verfügung.
Die Zentralbereichsabteilung Sicherheit und Umweltschutz (PSU) steuert den Arbeits- und Gesundheitsschutz an unseren inländischen Standorten. Sie führt regelmäßige Begehungen durch, überprüft Arbeitsplätze und organisiert präventive Maßnahmen sowie Schulungen. Die Mitarbeitenden der Abteilung verfügen über alle gesetzlich vorgeschriebenen Qualifikationen. Über unser Sicherheits- und Umweltschutzportal werden verbindliche Standards, Prozesse sowie Instrumente zum Arbeitsschutzmanagement bereitgestellt und relevante gesetzliche Änderungen kommuniziert. Außerdem werden Informationen im Rahmen operativer Meetings vermittelt. Führungskräfte erhalten Schulungen zu ihren Aufgaben im Arbeits- und Gesundheitsschutz auf Grundlage der Arbeits- und Gesundheitsschutzpolitik und der dazugehörigen Leitlinien. Im Berichtsjahr war dies unter anderem Teil der Schulungsreihe „Welcome@Leadership“. Für Büroarbeitsplätze wird zudem eine spezielle Arbeitssicherheitsunterweisung über unsere Schulungsplattform angeboten.
Neben der BLG LOGISTICS GROUP mit dem Zentralbereich PSU sind die Gesellschaft BLG Cargo Logistics, das Autoterminal Kelheim sowie der Standort BLG AutoTerminal Bremerhaven und die Gesellschaft BLG AutoTec nach ISO 45001 für ihr Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagementsystem zertifiziert. Im Berichtsjahr schloss zudem der neue Standort in Ahlhorn den Zertifizierungsprozess erfolgreich ab. Durch etablierte Arbeitsschutzstandards besteht die Möglichkeit, künftig zusätzliche Standorte für eine Zertifizierung vorzubereiten.
Arbeitsplätze in der Logistik sind oft körperlich anspruchsvoll – insbesondere für Arbeitskräfte in den Häfen und Lagerhallen, wo der Kontakt zwischen Mensch und Maschine besondere Sicherheitsmaßnahmen erfordert. Gefährdungsbeurteilungen und regelmäßige Wirksamkeitsüberprüfungen bilden die Basis für unser Arbeitsschutzsystem. Auf dieser Grundlage werden Betriebsanweisungen und verpflichtende Unterweisungen abgeleitet. Jeder Standort verfügt über einen Arbeitssicherheitsausschuss, der bei Bedarf zusätzliche Maßnahmen einführt. Ergänzend bestehen Alarm- und Gefahrenabwehrpläne mit klar definierten Vorgaben für Notfälle einschließlich Erste-Hilfe-Maßnahmen.
Im Jahr 2023 wurde ein Softwaretool zur Erstellung und Aktualisierung von Gefährdungsbeurteilungen eingeführt. 2024 wurde es weiterentwickelt und ab Jahresende schrittweise eingeführt, bevor im Berichtsjahr ein Großteil der Standorte entsprechend geschult und mit dem System ausgestattet wurde. Ziel der Maßnahme ist eine erhöhte Transparenz sowie die standortübergreifende Nutzung von Erkenntnissen.
Der Zentralbereich PSU verfolgt einen präventiven Ansatz. Dafür wird an den inländischen Standorten eine einheitliche Systematik zur Unfallursachenanalyse eingeführt sowie eine digitale Maßnahmenverfolgung im oben beschriebenen Softwaretool implementiert. Auf Grundlage der 2024 eingeführten Systematik zur Einteilung von Unfällen in Gefährdungsfaktoren werden Schwerpunkte identifiziert und gezielte Präventionsmaßnahmen abgeleitet. Auch in diesem Berichtsjahr war der betriebliche Arbeitsschutz Bestandteil der Zielvereinbarungen unserer Führungskräfte. Zudem ist der Arbeitsschutz in unseren Nachhaltigkeitszielen verankert.
Alle Arbeitskräfte des Unternehmens erhalten die gleiche Einweisung, Unterweisung und persönliche Schutzausrüstung. Die Sicherheitsausstattung entspricht den geltenden Standards und berücksichtigt individuelle Anforderungen, etwa durch maßgefertigten Gehörschutz. Auch externe Personen werden über die geltenden Sicherheitsvorschriften informiert. Für unsere Arbeitskräfte bieten wir zudem Schulungen unter anderem zu Brandschutz und Gefahrgut-Handling an. Die Durchführung erfolgt in der Regel durch externe Fachkräfte unter Einbindung des Zentralbereichs PSU.
Unser Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)
BLG LOGISTICS verfügt über ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), für welches im Berichtsjahr eine Bestandsaufnahme einschließlich interner Analysen und externer Benchmarks durchgeführt wurde, um wirksame Maßnahmen zu identifizieren und geeignete KPIs zur Steuerung festzulegen. Auf dieser Grundlage wurde eine BGM-Strategie entwickelt, die Prävention und Führung als zentrale Handlungsfelder definiert und in Abstimmung mit der Personal- und Organisationsentwicklung umgesetzt wird.
Arbeitnehmer:innen, die innerhalb eines Jahres mehr als sechs Wochen krankheitsbedingt fehlen, wird ein Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) angeboten. Der Wiedereinstieg wird individuell begleitet, etwa durch stufenweise Wiedereingliederung oder unterstützende Programme zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation. Ergänzend werden Fehlzeitengespräche geführt, um arbeitsplatzbezogene Einflussfaktoren zu identifizieren und geeignete Maßnahmen abzuleiten. Im Berichtsjahr wurde eine Analyse der Fallzahlen, Bearbeitungsprozesse und bestehenden Betriebsvereinbarungen abgeschlossen. Auf dieser Grundlage wurden strukturelle Anpassungen empfohlen und Verhandlungen zu einer Gesamtbetriebsvereinbarung aufgenommen.
Im Berichtsjahr wurde die Suchtprävention im Rahmen des BGM weiterentwickelt. In der Arbeitsgruppe „Sucht“ wurden Verhandlungen zur Anpassung der bestehenden Betriebsvereinbarung aufgenommen. Der Fokus liegt auf Prävention, Frühintervention sowie der Berücksichtigung stoffgebundener wie nichtstoff-gebundener Suchtformen. Angestrebt wird der Abschluss einer Gesamtbetriebsvereinbarung für ein ganzheitliches Suchtmanagement.
Am Standort Bremen und in Bremerhaven wird eine betriebliche Sozialberatung für Beschäftigte und deren Angehörige angeboten. Sie unterstützt bei beruflichen, persönlichen und gesundheitlichen Belastungssituationen. Das Angebot eines „Mental Health Coachings“ wird 2026 mit einem neuen Anbieter und einem deutlich erweiterten Leistungsangebot ausgerollt und ermöglicht so einen niederschwelligen Zugang zu professioneller Unterstützung. Dieses Angebot wird spätestens ab 2027 auf alle Standorte in Deutschland ausgeweitet.
Ein weiterer wichtiger Schritt war der Start des Pilotprojekts „Mental Health First Aid“ für Ausbilder:innen. Die Ausbildung zum Mental Health First Aider (MHFA) qualifiziert Teilnehmende im Umgang mit psychischen Belastungen und Krisensituationen sowie in der Weiterleitung an professionelle Unterstützungsangebote. Darüber hinaus wurden gesetzliche Neuerungen zu Vorsorgeuntersuchungen für Bildschirmarbeitsplätze sowie zur DGUV Vorschrift 2 geprüft und die Umsetzung eingeleitet.
Über den vom Arbeitgeber finanzierten Unterstützungsverein BLG LOGISTICS GROUP e.V. werden darüber hinaus finanzielle Zuschüsse unter anderem für Zahnersatz, Hörgeräte und Kurmaßnahmen gewährt.
Im Berichtsjahr wurde der Arbeitssicherheits- und Gesundheitsausschuss (ASGA) neu strukturiert. Gesundheitstage behandelten unter anderem Diabetesprävention sowie Präventionsmaßnahmen zur Vermeidung von Grippeerkrankungen einschließlich Impfangeboten.
Das Präventionsprogramm „Fit & Fun“ wurde im Berichtsjahr fortgeführt und auf weitere Standorte ausgeweitet. Über einen Kooperationspartner werden standortübergreifend Fitness- und Gesundheitsangebote bereitgestellt.
Weiterbildung und Kompetenzentwicklung
Die individuelle Förderung unserer Mitarbeitenden ist uns wichtig, da qualifizierte Fach- und Nachwuchskräfte maßgeblich zu unserem Erfolg beitragen. Ihre Kompetenzentwicklung für überfachliche und regulatorisch notwendige Qualifizierungsbedarfe wird durch den Zentralbereich Personal gesteuert. Hierbei arbeitet dieser eng mit den HR Business Partner:innen, den Ausbildungs- und Standortleiter:innen sowie den im Unternehmen zuständigen Funktionen für fachliche Qualifizierung zusammen.
Im Berichtsjahr wurde gemeinsam mit den oben aufgeführten internen Funktionen ein umfassendes Weiterbildungsportfolio angeboten, das Sozial- und Methodenkompetenzen und fachspezifische Inhalte umfasst. Neben Präsenzformaten wurden Webinare, E-Learnings und Blended-Learning-Formate eingesetzt. Dabei wurde das Angebot quantitativ wie qualitativ deutlich überarbeitet. Das Weiterbildungsprogramm speist sich aus drei zentralen Quellen: einem Weiterbildungskatalog, operativen Trainings an den Standorten (z. B. Prozessschulungen, Pflichtschulungen wie Sicherheitsunterweisungen) und dem Lernmanagementsystem Tutorize. Über Letzteres werden neben der Seminarorganisation die regulatorischen Pflichtschulungen, fachlichen Qualifizierungen sowie die Angebote zur Förderung von Sozial- und Methodenkompetenzen bereitgestellt.
Daneben wurde im Rahmen unserer Qualifizierungsprogramme für operative Führungskräfte die konzeptionelle Weiterentwicklung des Programms „Entwicklungswege Operations — Vom Mitarbeiter zum DOP (Director of Operation)" vorangetrieben.
Im Rahmen der Weiterentwicklung der Diversity-, Equity- & Inclusion-Ausrichtung werden Maßnahmen zur gezielten Förderung von Frauen in fachlichen und führungsbezogenen Entwicklungswegen konzipiert. Im Berichtsjahr wurden konzeptionelle Grundlagen für ein entsprechendes Entwicklungsformat erarbeitet. Die weitere Ausgestaltung erfolgt schrittweise in enger Abstimmung mit den relevanten Gremien.
Das bisherige Führungskräfte-Nachwuchsprogramm (FKN) wurde zum Management-Kräfte-Nachwuchs (MKN) weiterentwickelt und auf ein erweitertes Managementverständnis ausgerichtet, das nicht nur klassische Führung umfasst, sondern auch Verantwortung in Projekten, Prozessen und fachlichen Zukunftsthemen. Das Programm richtet sich an interne wie externe Talente. Der erste Jahrgang 2025/27 startete im Berichtsjahr. Das Programm ist als 24-monatige Entwicklung konzipiert und kombiniert Projekteinsätze in unterschiedlichen Unternehmensbereichen mit einem Qualifizierungsportfolio aus Seminaren und Workshops. Ergänzend werden Entwicklungsgespräche durchgeführt und bereichsübergreifende Austauschformate angeboten.
Zur Förderung sprachlicher Kompetenzen bieten wir an einigen Standorten das Format „Deutsch in der Logistik“ in Kooperation mit dem Paritätischen Bildungswerk Bremen an. Es richtet sich an gewerbliche Mitarbeitende mit Entwicklungsbedarf in der deutschen Sprache und ist praxisnah auf logistische Arbeitskontexte ausgerichtet. Ergänzend stehen über einen externen Anbieter weitere Sprachlernangebote u. a. auch digital zur Verfügung, die flexibel genutzt werden können. Vor dem Hintergrund unterschiedlicher Standortgegebenheiten, Schichtsysteme und technischer Voraussetzungen wird derzeit ein neues, ganzheitliches Sprachlernkonzept vorbereitet. Ziel ist die Etablierung eines zentralen Anbieters für Deutsch- und Fremdsprachenkurse mit bundesweit verfügbaren Lernformaten für jeden Lerntyp und Bedarf. Hierfür wird eine standortübergreifende Bedarfserhebung durchgeführt, die als Grundlage für die Anbieterauswahl dient.
Im Berichtsjahr wurde das Verbundprojekt „PortSkill“ 4.0 erfolgreich beendet. Es war Teil des Förderprogramms IHATEC II (Innovative Hafentechnologien) des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr und zielte auf die Qualifizierung von Beschäftigten für digitalisierte und automatisierte Arbeitsprozesse in der Hafenwirtschaft ab. Im Mittelpunkt stand die Entwicklung zukunftsorientierter Kompetenz- und Qualifikationsprofile, zudem wurden innovative Lernformate erprobt. Darauf aufbauend wurden zukünftige Tätigkeits- und Anforderungsprofile entwickelt und mit bestehenden Profilen abgeglichen. Praxiserfahrungen flossen in die Optimierung der Lernkonzepte ein. Ein zentraler Baustein ist dabei das Digitale Test- und Trainingscenter (DTC), in dem entwickelte Lernformate gebündelt und pilotiert wurden. Es fungiert als innovativer Lernraum, in dem digitale Technologien, Simulationen und praxisnahe Trainingskonzepte zusammengeführt werden.
Erfolgsfaktor Nachwuchsförderung
BLG begleitet Nachwuchskräfte von Beginn ihrer Ausbildung an und vermittelt fachliche sowie unternehmensbezogene Kompetenzen. Unser Ausbildungsangebot ist vielfältig und umfasst unter anderem die Berufe Fachkraft für Lagerlogistik, Fachlagerist:in, Industrie- und Bürokaufleute, Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung sowie Fachinformatiker:innen für Systemintegration. Ab 2025 erweitern wir das Angebot um die Ausbildungsberufe Fachinformatiker:in für Daten- und Prozessanalyse sowie Fachinformatiker:in für digitale Vernetzung. Darüber hinaus bieten wir einen dualen Bachelorstudiengang im Bereich Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Logistik an.
Unser Unterstützungsprogramm für bestehende Mitarbeitende, die den Abschluss als Fachkraft für Lagerlogistik anstreben, wurde fortgeführt. Die Agentur für Arbeit förderte den Kurs durch die Übernahme der Kursgebühren sowie eines Großteils der Freistellungskosten.
Zur Gewinnung junger Talente setzen wir Recruiting-Kampagnen auf Social-Media-Plattformen und Messeauftritte ein, außerdem bieten wir Schülerpraktika an. Im Rahmen einer Veranstaltung haben Kolleg:innen aus der Abteilung Young Talents junge Menschen aus aller Welt über die duale Ausbildung und das duale Studium bei BLG informiert. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit externen Bildungsinstitutionen statt.
Talentgewinnung
Wir setzen im Recruiting auf strukturierte und effiziente Prozesse. Neben zielgerichteten Maßnahmen auf Social Media hat BLG LOGISTICS ein aktives Community Management auf kununu etabliert. Vakante Positionen werden zuerst intern ausgeschrieben, um Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten und die Mitarbeitendenbindung zu stärken. Das Programm „Mitarbeiter:innen werben Mitarbeiter:innen“ unterstützt gezielte Empfehlungen und sieht Prämien bei erfolgreicher Einstellung vor. Recruiting-Aktivitäten umfassen zudem die Teilnahme an fachspezifischen Messen und Karriereveranstaltungen auf regionaler und überregionaler Ebene. Dabei werden auch gezielte Formate zur Ansprache weiblicher Talente genutzt. Für 2026 ist zudem eine Employer-Branding-Kampagne geplant.
Die 2024 gestartete Kooperation von BLG AutoTransport mit einer deutschen Sprachschule in Casablanca zur Gewinnung von Kfz-Mechatroniker:innen und Kraftfahrenden wurde im Berichtsjahr fortgeführt. Im Rahmen der Kooperation werden geeignete Bewerber:innen vermittelt und im Anschluss bei uns weiterqualifiziert.
Vielfalt und Gleichbehandlung
Die Belegschaft von BLG LOGISTICS ist international geprägt. Deshalb legen wir großen Wert auf ein respektvolles Miteinander. Alle Arbeitnehmer:innen haben unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, sexueller Orientierung oder Qualifikation gleiche Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung. Es ist Aufgabe des Personalbereichs, immer wieder das Augenmerk auf Diversitätsfragen zu richten und den Vorstand und die Belegschaft in diesen Fragen zu beraten. Seit 2016 ist BLG LOGISTICS Unterzeichnerin der Charta der Vielfalt und seit 2018 Mitglied der Trägergemeinschaft des Bremer Diversity Preises.
Bei sämtlichen Auswahlverfahren ist die Berücksichtigung angemessener Vielfalt unter den Kandidat:innen verbindlich vorgegeben. Das interne Förderprogramm „Frauen in Führung“ wird mit Ziel höherer Effektivität aktuell überarbeitet und neu ausgerichtet.
In unserem fünfköpfigen Vorstand sind zwei Frauen vertreten. Damit zählt die BLG AG beim Frauenanteil in Vorstandspositionen zu den führenden börsennotierten Unternehmen in Deutschland. Wir setzen Integrationsmaßnahmen ein, die auf unterschiedliche Lebenssituationen ausgerichtet sind. Dazu zählen unter anderem Teilzeitausbildungen für junge Eltern und pflegende Angehörige. Praktika, Einstiegsqualifizierungen und Ausbildungsplätze unterstützen den Einstieg ins Berufsleben.
Inklusion von Menschen mit Behinderungen
Das im März 2024 gestartete, einjährige Projekt Inklupreneur wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen des Projekts hat sich BLG LOGISTICS als „Pledger“ verpflichtet, die Inklusion im Unternehmen zu stärken. Ziele waren die Weiterentwicklung des Inklusionskonzepts, der Abbau von Barrieren sowie die inklusivere Gestaltung von Stellenausschreibungen.
BLG LOGISTICS verfügt über vier Inklusionsbeauftragte, die als Schnittstelle zwischen Geschäftsführung, Betriebsrat, Schwerbehindertenvertretung und weiteren Akteur:innen fungieren. Sie beteiligen sich an einem vierteljährlichen Austausch mit dem Recruiting-Team und stehen zudem im Dialog mit externen Expert:innen. Langfristig wird eine konzernweite Inklusionsvereinbarung angestrebt. Zudem wird ein einheitliches Berichtswesen gegenüber Geschäftsführung, Betriebsrat und Schwerbehindertenvertretung aufgebaut. Unter anderem werden derzeit ein Leitfaden zum Thema Inklusion sowie weitere Kommunikationsformate entwickelt. Die Inklusionsbeauftragten treffen sich dreimal jährlich, um den Fortschritt der Maßnahmen zu bewerten und nächste Schritte zu vereinbaren. Parallel wird eine Diversity-, Equity- und Inclusion-Strategie erarbeitet und ab Januar 2026 werden deutschlandweit zehn Mitarbeitende zu Inklusionsbotschafter:innen ausgebildet. Im Raum Bremen besteht eine Kooperation mit AdeA (Auf den ersten Arbeitsmarkt), die junge Menschen mit geistiger Behinderung beim Übergang in den ersten Arbeitsmarkt unterstützt.
Kennzahlen und Ziele
Ziele im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens (S1-4)
Handlungsfeld |
|
Zielhorizont & Zielsetzung |
|
Status 2025 |
|
|
||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Faire Arbeitsbedingungen & Menschenrechte |
|
Jährlich |
|
|
|
|||||
Aus- & Weiterbildung |
|
Jährlich |
|
2,8% |
|
|||||
|
Jährlich |
|
8,5 Std. |
|
||||||
Arbeitssicherheit & Gesundheitsmanagement |
|
Jährlich |
|
0 |
|
|||||
|
Jährlich |
|
-1,1% |
|
|
|||||
|
2030 |
|
Ersterfassung 2026 |
|
|
|||||
Vielfalt & Chancengleichheit |
|
2030 |
|
|
|
|
||||
|
||||||||||
Da unsere Arbeitnehmenden an den inländischen Standorten mit 89,9 Prozent den Großteil unserer Belegschaft ausmachen, betrachten wir bei der Zielerreichung unserer sozialen Nachhaltigkeitsziele derzeit nur unsere vollkonsolidierten inländischen Gesellschaften. Die Erfassung nichtfinanzieller Kennzahlen im Ausland wurde im Berichtsjahr deutlich ausgeweitet und eine Einbindung in die Zielerreichung wird 2026 geprüft.
Die Zielkennzahl „0 tödliche Unfälle“ bezieht sich ausschließlich auf die eigenen Arbeitskräfte.
Das Ziel zur Gesundheitsquote wurde im Berichtsjahr neu entwickelt und tritt ab 2026 in Kraft. Die Offenlegung der zugehörigen Kennzahl erfolgt ab dem ersten Berichtsjahr der Zielwirksamkeit. Derzeit wird im Rahmen der Zielsetzung „Faire Arbeitsbedingungen & Menschenrechte“ lediglich die Tarifgebundenheit erfasst. Über das Berichtsjahr hinaus werden wir an der Messbarkeit der weiteren qualitativen Zielsetzung arbeiten, die neben den eigenen Mitarbeitenden auch Fremdarbeitskräfte (ANÜ) und Werkvertragsnehmende betrachtet.
Merkmale der Arbeitnehmer:innen des Unternehmens (S1-5)
Zum 31. Dezember 2025 waren weltweit insgesamt 8.917 Arbeitnehmende in den vollkonsolidierten Gesellschaften von BLG LOGISTICS beschäftigt. Mit 92,3 Prozent verfügt der überwiegende Teil unserer Arbeitnehmer:innen über ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Von unseren Arbeitnehmer:innen hat sich zum Stichtag niemand als divers definiert. Aus diesem Grund weisen wir die Kategorie „divers“ in den folgenden Tabellen nicht separat aus.
Headcount | 2025 |
|
Weiblich |
|
Männlich |
|
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
Anzahl der festangestellten Arbeitnehmenden (DE) |
|
1.882 |
|
5.468 |
|
7.350 |
Anzahl befristete Arbeitnehmenden (DE) |
|
164 |
|
501 |
|
665 |
Gesamt Arbeitnehmenden (DE) |
|
2.046 |
|
5.969 |
|
8.015 |
Headcount | 2025 |
|
Weiblich |
|
Männlich |
|
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
Anzahl der festangestellten Arbeitnehmenden (PL) |
|
23 |
|
36 |
|
59 |
Anzahl befristete Arbeitnehmenden (PL) |
|
13 |
|
7 |
|
20 |
Gesamt Arbeitnehmenden (PL) |
|
36 |
|
43 |
|
79 |
Headcount | 2025 |
|
Weiblich |
|
Männlich |
|
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
Anzahl der festangestellten Arbeitnehmenden (US) |
|
70 |
|
123 |
|
193 |
Anzahl befristete Arbeitnehmenden (US) |
|
0 |
|
0 |
|
0 |
Gesamt Arbeitnehmenden (US) |
|
70 |
|
123 |
|
193 |
Headcount | 2025 |
|
Weiblich |
|
Männlich |
|
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
Anzahl der festangestellten Arbeitnehmenden (ZA) |
|
176 |
|
454 |
|
630 |
Anzahl befristete Arbeitnehmenden (ZA) |
|
0 |
|
0 |
|
0 |
Gesamt Arbeitnehmenden (ZA) |
|
176 |
|
454 |
|
630 |
Fluktuation als Indikator
Die Fluktuation gilt als wichtiger Indikator für die Zufriedenheit innerhalb der Belegschaft. Das Wohlbefinden unserer Arbeitnehmenden hat auch wirtschaftliche Relevanz, denn Gewinnung und Einarbeitung neuer Kolleg:innen verursachen Zeit- und Kostenaufwand. 2025 sind in Deutschland 1.570 Arbeitnehmende freiwillig oder aufgrund von Entlassung, Pensionierung oder Todesfällen ausgeschieden. Dies führt an unseren inländischen Standorten zu einer Fluktuationsrate von 18,9 Prozent. Die Fluktuationsquote wurde im Jahr 2025 maßgeblich durch Personalabbau im Rahmen von Sozialplänen an zwei deutschen Standorten geprägt. Die Erfassungsmethode wurde im Berichtsjahr an die der ESRS angepasst, daher liegt kein vergleichbarer Vorjahreswert vor.
Merkmale der Fremdarbeitskräfte des Unternehmens (S1-6)
Infolge schwankender Auftragslagen setzt BLG LOGISTICS zur Bewältigung von Auftragsspitzen oder im Falle sehr kurzer Vertragslaufzeiten Fremdarbeitskräfte ein. Dabei arbeiten wir ausschließlich mit Dienstleistern zusammen, die tarifliche Mindeststandards erfüllen. Selbstverständlich stellen wir sicher, dass das Prinzip „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ gemäß dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) jederzeit eingehalten wird.
Zum 31. Dezember 2025 beschäftigten unsere inländischen Gesellschaften 862 Fremdarbeitskräfte, davon 245 über den Gesamthafenbetrieb (GHB) und 617 im Rahmen sonstiger Arbeitnehmerüberlassungen. Im Vorjahr lag die Anzahl bei 1.347, was einem Rückgang von rund 36 Prozent entspricht. Selbstständige wurden nicht eingesetzt.
Headcount |
|
2025 |
|
2024 |
|---|---|---|---|---|
Gesamthafenbetrieb (=ANÜ) |
|
245 |
|
362 |
Leiharbeitnehmende (=ANÜ) |
|
617 |
|
985 |
Selbstständige |
|
0 |
|
0 |
Anzahl der Fremdarbeitskräfte |
|
862 |
|
1.347 |
Tarifbindung und sozialer Dialog (S1-7)
Im Jahr 2025 waren in Deutschland 98,1 Prozent unserer Arbeitnehmenden von einem Tarifvertrag abgedeckt (Vorjahr: 97,3 Prozent). Die übrigen 1,9 Prozent entfallen auf Mitarbeitende unserer vollkonsolidierten Beteiligungen AutoRail und RailTec, deren Vergütung sich am jeweiligen Branchenniveau orientiert. Darüber hinaus werden studentische Aushilfen und Praktikant:innen derzeit systembedingt nicht als tarifgebunden erfasst. An unserem Standort in Polen bestehen derzeit keine Tarifverträge. Vereinbarungen über die Vertretung durch einen Europäischen Betriebsrat (EBR), einen Betriebsrat einer Europäischen Aktiengesellschaft (SE) oder einen Betriebsrat einer Europäischen Genossenschaft (SCE) bestehen ebenfalls nicht.
Diversitätskennzahlen (S1-8)
Der Anteil von Frauen in den Führungsebenen 0 bis 3 innerhalb der deutschen Gesellschaften ist im Berichtsjahr von 26,3 Prozent auf 25,8 Prozent leicht gesunken. Damit wurde die Zielsetzung von mindestens 30 Prozent nicht erreicht.
2025 |
|
Headcount |
|
Prozent |
|---|---|---|---|---|
Männlich |
|
181 |
|
74,2 |
Weiblich |
|
63 |
|
25,8 |
Gesamt |
|
244 |
|
100,0 |
2025 |
|
Headcount |
|
Prozent |
|---|---|---|---|---|
Männlich |
|
4 |
|
80,0 |
Weiblich |
|
1 |
|
20,0 |
Gesamt |
|
5 |
|
100,0 |
2025 |
|
Headcount |
|
Prozent |
|---|---|---|---|---|
Männlich |
|
6 |
|
60,0 |
Weiblich |
|
4 |
|
40,0 |
Gesamt |
|
10 |
|
100,0 |
2025 |
|
Headcount |
|
Prozent |
|---|---|---|---|---|
Männlich |
|
6 |
|
50,0 |
Weiblich |
|
6 |
|
50,0 |
Gesamt |
|
12 |
|
100,0 |
Angemessene Entlohnung (S1-9)
Die Vergütung unserer Beschäftigten erfolgt auf Grundlage der in unserer Branche und an den Standorten geltenden Tarifverträge, in Einzelfällen auch in Anlehnung daran. Auch in unseren internationalen Gesellschaften fördern wir kollektivrechtliche Regelungen, die transparente und faire Arbeitsbedingungen gewährleisten. Selbstverständlich erhalten sowohl unsere eigenen Mitarbeitenden als auch Leiharbeitnehmende mindestens den gesetzlichen Mindestlohn.
Kennzahlen für Schulungen und Kompetenzentwicklung (S1-12)
Schulungsstunden
Im Berichtsjahr haben wir an unseren inländischen Standorten insgesamt über 67.000 Schulungsstunden organisiert. Dies entspricht durchschnittlich 8,5 Schulungsstunden pro Arbeitnehmer:in. Das Ziel von mindestens 5,5 zentral dokumentierten Schulungsstunden pro Arbeitnehmer:in wurde damit erneut übertroffen. Über das Lernmanagementsystem wurden im Berichtsjahr 8.573 E-Learnings abgeschlossen. Insgesamt nutzten 2.432 Mitarbeitende das digitale Lernangebot.
Seit 2024 werden auch dezentral organisierte und durchgeführte Qualifizierungsangebote zentral erfasst, wodurch die Vergleichbarkeit mit Vorjahren eingeschränkt ist. Im Berichtsjahr haben wir unser Nachhaltigkeitsziel zu den Schulungsstunden weiter verschärft. So setzen wir uns ab 2026 das Ziel, mindestens zwei Schulungstage pro Mitarbeitenden pro Jahr zu erreichen.
Ausbildungsquote (unternehmensspezifisch)
Im Berichtszeitraum waren an unseren inländischen Standorten 222 Auszubildende tätig (Vorjahr: 207). Dies entspricht einer Ausbildungsquote von 2,8 Prozent (Vorjahr: 2,3 Prozent). Damit wurde die Zielsetzung von mindestens 2 Prozent erneut übertroffen.
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2025 |
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2024 |
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Anzahl Auszubildende |
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222 |
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207 |
Anzahl Arbeitnehmende |
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8.015 |
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8.888 |
Ausbildungsquote |
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2,8% |
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2,3% |
Gesundheits- und Sicherheitskennzahlen (S1-13)
Die nachfolgenden Angaben beziehen sich auf die Arbeitnehmer:innen unserer Standorte in Deutschland. Der Einbezug der vollkonsolidierten Auslandsstandorte folgt in den kommenden Jahren.
Im Berichtsjahr waren 100 Prozent der Arbeitskräfte in Deutschland von einem Arbeitsschutzmanagementsystem auf Grundlage gesetzlicher Anforderungen und/oder anerkannter Standards abgedeckt.
Die Anzahl der Todesfälle aufgrund meldepflichtiger Arbeitsunfälle sowie meldepflichtiger arbeitsbedingter Erkrankungen betrug wie im Vorjahr im Berichtsjahr Null.
2025 wurden 315 Arbeitsunfälle mit Ausfallzeiten von mindestens einem Tag verzeichnet (Vorjahr: 345). Zwei im Berichtsjahr neu hinzugekommene Standorte werden 2026 in die Statistik integriert.
Die Quote der Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit von mindestens einem Tag (Lost Time Injury Frequency Rate (LTIFR) lag 2025 bei 28,8 (Vorjahr: 29,1) und konnte damit um 1,1 Prozent verringert werden. Ziel ist weiterhin eine jährliche Reduktion der LTIFR um 10 Prozent.
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2025 |
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2024 |
|---|---|---|---|---|
Anzahl Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit ≥ 1 Tag |
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315 |
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345 |
Quote der Arbeitsunfälle (LTIFR) |
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28,8 |
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29,1 |
Vorfälle von Diskriminierung und andere Menschenrechtsverletzungen (S1-16)
Im Berichtsjahr wurden keine bestätigten Fälle von Diskriminierung oder anderen arbeitsbezogenen Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens verzeichnet. Zudem wurden keine Geldbußen, Strafen oder Entschädigungszahlungen im Zusammenhang mit solchen Vorfällen verhängt.