E5-Ressourcen­nutzung & Kreislauf­wirtschaft

Nicht geprüft

Zu unserer ökologischen Verantwortung zählt auch der sorgsame Umgang mit Ressourcen und entstehenden Abfällen. Durch systematisches Handeln reduzieren wir negative Auswirkungen auf die Umwelt.

Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen

Eine Übersicht über die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen befindet sich im Kapitel Allgemeine Informationen unter Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen sowie Angabepflichten, die in der Nachhaltigkeitserklärung enthalten sind (IRO-2).

Richtlinien in Bezug auf Ressourcennutzung & Kreislaufwirtschaft (E5-1)

Als Logistikdienstleister entstehen bei BLG LOGISTICS durch den Transport und die Lagerung von Waren unterschiedliche Arten von Abfällen. Im Umgang damit folgen wir dem Grundsatz „Vermeiden vor Reduzieren vor Kompensieren“. Um unsere Umweltauswirkungen zu minimieren, verbessern wir kontinuierlich unser Abfallmanagement und die Entsorgungsprozesse. Dabei legen wir besonderen Wert auf die Erfassung und Steuerung von Abfallmengen sowie wertvollen Materialien. Unser Ansatz basiert auf der Abfallhierarchie des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) und ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Umwelt- und Energiepolitik. Darin verpflichten wir uns, verantwortungsvoll mit Ressourcen umzugehen, und setzen klare, realistische Ziele, insbesondere zur Vermeidung, Wiederverwendung und Wiederverwertung von Wertstoffen und Abfällen.

Fünf Stufen der Abfallhierarchie nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG)

Fünf Stufen der Abfallhierarchie nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) (Grafik)

Unsere Umwelt- und Energiepolitik ist öffentlich auf unserer Webseite einsehbar www.blg-logistics.com/nachhaltigkeit. Unsere Mitarbeitenden finden sie zudem als Aushang an den Standorten, in der Mitarbeitenden-App sowie in der zentralen Dokumentenbibliothek. Auch diverse Arbeitsanweisungen verweisen darauf. Weitere Details zu unserer Umwelt- und Energiepolitik finden sich im Kapitel E1-Klimawandel.

BLG LOGISTICS verfügt über ein Umweltmanagementsystem, das seit über zehn Jahren nach DIN EN ISO 14001 zertifiziert und derzeit an insgesamt 36 Autoterminals und Logistikstandorten in Deutschland etabliert ist. Das Managementsystem bildet den Rahmen für unsere Prozesse, Zuständigkeiten und die Umsetzung umweltschutzrelevanter Vorgaben, insbesondere im Bereich der Abfallwirtschaft.

Maßnahmen und Ressourcen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung & Kreislaufwirtschaft (E5-2)

Unsere Standorte gewährleisten die gesetzeskonforme Trennung, Erfassung und Entsorgung von Wertstoffen und Abfällen. Dabei arbeiten wir überwiegend mit zertifizierten Entsorgungsfachbetrieben zusammen, die sich auf Recycling, energetische Verwertung und die Entsorgung von Abfällen spezialisiert haben.

Sämtliche Abfallmengen und ‑arten werden zentral und einheitlich erfasst und dokumentiert. Die Verantwortung für das Abfallmanagement liegt im Bereich Quality Regulatory Management, unterstützt durch die Abteilung Sicherheit und Umweltschutz. Letztere koordiniert gemeinsam mit den Standorten und dem Qualitätsmanagement der Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT die zugehörigen Prozesse. Vor Ort übernehmen geschulte Umweltmanagement-Koordinator:innen beziehungsweise Abfallbeauftragte die Erfassung und stehen Mitarbeitenden als Ansprechpartner:innen zur Verfügung. Ergänzend zur Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV) setzen wir auf einen speziellen Managementsystembaustein, der für Mitarbeitende jederzeit zugänglich ist und klare Informationen zu Prozessen und Zuständigkeiten bietet.

An vielen Standorten werden bereits Maßnahmen umgesetzt, um Abfälle zu reduzieren sowie deren Wiederverwendung oder ‑verwertung zu verbessern. Wo möglich, setzen wir grundsätzlich wiederverwertbare Verpackungen ein. Ein Beispiel für erfolgreiches Abfallmanagement an einigen Standorten ist das Recycling von Styropor-Verpackungen, die wir als Schutzmaterial für Produkte oder Komponenten erhalten. Dieses Material wird nach dem Entpacken vor Ort verdichtet und weitervermarktet, statt es zu entsorgen. Darüber hinaus verdichten wir an verschiedenen Standorten Holzabfälle, um die Anzahl der Transporte zu Entsorgungsplätzen zu reduzieren und damit verbundene Emissionen zu verringern.

Kennzahlen und Ziele

Ziele im Zusammenhang mit Ressourcennutzung & Kreislaufwirtschaft (E5-3)

E5-Ressourcennutzung & Kreislaufwirtschaft – Ziele

Handlungsfeld

 

Zielhorizont & Zielsetzung

 

Status 2025
(Status 2024)

 

 

Abfallmanagement
Wir übernehmen Verantwortung für den umweltverträglichen Umgang mit Ressourcen und wollen unser Abfallaufkommen durch Vermeidung, Verminderung, Wieder­verwertung und Wiederverwendung verringern.

 

Jährlich
≥ 90% Anteil Getrenntsammlungsquote

 


88,6%
(85,3%)

 


 Steht noch aus      In Arbeit      Auf Kurs      Ziel erreicht

Im Berichtsjahr galt für Deutschland weiterhin das definierte Ziel einer jährlichen Getrenntsammelquote von mindestens 90 Prozent. Für Deutschland liegen uns für den Berichtszeitraum detaillierte Daten zu Abfallarten und ‑mengen vor. Diese Art von Datenanalyse wird in den ausländischen, vollkonsolidierten Standorten zukünftig auf- bzw. ausgebaut. Aus Südafrika liegen Daten analog der Erhebung in Deutschland aus 2025 bereits vor.

Mit einer Quote von 88,6 Prozent wurde die angestrebte Getrenntsammlungsquote im Jahr 2025 wiederum nicht erreicht. Allerdings konnte der Ergebniswert um 3,3 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr (85,3 Prozent) gesteigert werden. Um die Hauptursachen und eventuelle Hemmnisse für die Zielerreichung zu identifizieren, wurden an den deutschen Standorten Hotspot-Analysen durchgeführt. Erste Maßnahmen wurden daran anschließend bereits umgesetzt oder angestoßen. Darunter etwa das Aufstellen zusätzlicher Wertstoffcontainer, aber auch die erneute Sensibilisierung der Mitarbeitenden vor Ort.

Ein unterjähriges Monitoring wird fortgeführt, da die Zielkennzahl und die damit verbundenen Ergebnisse weiterhin Bestandteil des Quartals-Reportings für Vorstand und Führungskräfte sind. Ab 2026 werden die Zahlen aus den vollkonsolidierten Auslandsstandorten hier ebenfalls vollständig inkludiert. Zudem erweitern wir ab 2026 den Detailgrad der Daten, um den künftig verpflichtenden Standard erfüllen zu können.

Ressourcenabfluss/Abfall (E5-5)

Ein Teil des Abfallaufkommens entsteht, wenn unsere Kunden uns verpackte Waren anliefern. Die Entsorgung der Verpackungen liegt dann häufig in unserer Zuständigkeit. An 10 von insgesamt 67 Standorten verbleibt die komplette Abfallentsorgung hingegen in Kundenhand, sodass uns keine Detail-Informationen zu Mengen oder Entsorgungswegen vorliegen und die Mengen nicht Teil unserer Abfallbilanz sind. Relevante Abfallströme bei BLG LOGISTICS stellen zum einen die Entsorgung von Verpackungsmaterialien (aus Wareneingang und Retoure) und zum anderen die Entsorgung von Alt-Fahrzeugteilen aus technischer Bearbeitung (Reifen, Kunststoffe, Blech, Fahrzeugglas) dar.

In der Gesamtbetrachtung konnten wir unser Abfallaufkommen gegenüber dem Vorjahr erneut leicht reduzieren auf 16.271,26 t. Die Mengen in den größten Kategorien Papier, Pappe, Karton sowie Holz blieben auf Vorjahresniveau und machen in Summe etwas über 70 Prozent aller Abfälle aus.

Prozentuale Aufteilung des Abfallaufkommens 2025

Prozentuale Aufteilung des Abfallaufkommens 2025 (Kreisdiagramm)

Gefährliche Abfälle machten im Jahr 2025 rund 15,7 Prozent am Gesamtvolumen aus. Radioaktive Abfälle fallen bei BLG LOGISTICS nicht an. Grundsätzlich handelt es sich bei unseren gefährlichen Abfällen um Maschinen-, Getriebe- und Schmieröle, Aufsaug- und Filtermaterialien sowie Akkus. Die absolute Menge ist im Vorjahresvergleich um 12,1 Prozentpunkte gestiegen. Diese Steigerung basiert auf einem Sondereffekt am AutoTerminal Bremerhaven, an dem im Berichtsjahr umfangreiche Sanierungsarbeiten stattgefunden haben; hierauf lassen sich 80,95 Prozent der gefährlichen Abfälle zurückführen. Grundsätzlich gilt, dass insbesondere beim Umgang mit gefährlichen, jedoch auch mit allen anderen Abfällen der Schutz von Mensch und Umwelt an erster Stelle steht.

Prozentuale Aufteilung des nicht gefährlichen Abfalls 2025

Prozentuale Aufteilung des nicht gefährlichen Abfalls 2025 (Kreisdiagramm)

Ab 2026 erweitern wir unsere Abfallerfassung, um zukünftig auch die nach den ESRS geforderten Informationen zur Abfallbehandlung erheben zu können. Neben den Mengen werden wir dann je Abfallschlüssel auch die Behandlung der Abfälle gemäß den folgenden Kategorien berichten:

  • Verwertung – Wiederverwendung

  • Verwertung – Recycling, Verwertung

  • Verwertung – Sonstige (inkl. Verbrennung mit Energierückgewinnung)

  • Beseitigung – Verbrennung ohne Energierückgewinnung

  • Beseitigung – Deponierung

  • Beseitigung – Sonstige

  • Unbekannt

Damit folgen wir nicht nur den zukünftigen Vorgaben hinsichtlich der Berichterstattung, sondern betrachten dies auch als Chance, durch zusätzliche Informationen weitere Bereiche in Bezug auf unser Abfallmanagement zu identifizieren, in denen wir künftig umweltschonender agieren können.

European Sustainability Reporting Standards (ESRS)
Die ESRS sind Nachhaltigkeitsberichtsstandards, die von der EFRAG im Auftrag der EU entwickelt wurden. Sie legen fest, welche nichtfinanziellen Informationen Unternehmen im Rahmen der CSRD offenlegen müssen.
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Vollkonsolidierung
Verfahren zur Berücksichtigung von Tochtergesellschaften, die mit allen Aktiva und Passiva in den Konzernabschluss einbezogen werden.
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